Rat­ge­ber: Ihr gu­tes Recht im Al­ter

Was ist, wenn ... ... die Ren­te nicht reicht oder ich Pfle­ge brau­che? Dann hel­fen un­se­re Tipps

Das Neue - - DIESE WOCHE IN -

Grund­si­che­rung schützt vor Not Wenn Sie zu we­nig Ren­te be­kom­men (Faust­re­gel: un­ter 773 Eu­ro), kön­nen Sie beim So­zi­al­amt die Grund­si­che­rung be­an­tra­gen. Vor­aus­set­zung: Sie müs­sen die Re­gel­al­ters­gren­ze er­reicht ha­ben. Für al­le bis 1946 Ge­bo­re­nen liegt die­se noch bei 65 Jah­ren, für die Ge­burts­jahr­gän­ge ab 1964 bei 67 Jah­ren. Die Grund­si­che­rung soll hel­fen, die Kos­ten für Un­ter­kunft, Le­bens­mit­tel, Klei­dung, Hei­zung, Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung ab­zu­de­cken. Wie hoch der da­für not­wen­di­ge Be­trag ist, ent­schei­det der So­zi­al­hil­fe­trä­ger.

Ren­te mit ei­nem Ne­ben­job auf­bes­sern Wenn Sie die Re­gel­al­ters­gren­ze er­reicht ha­ben, dür­fen Sie so viel zu Ih­rer Ren­te da­zu­ver­die­nen, wie Sie wol­len. Die­se Ein­künf­te müs­sen Sie aber ver­steu­ern. Ge­hen Sie vor­zei­tig in Ren­te, dür­fen Sie mo­nat­lich nur bis zu 450 Eu­ro ne­ben­bei ver- die­nen (bis zu zwei­mal im Jahr auch 900 Eu­ro), oh­ne dass Ih­re Ren­te ge­kürzt wird. An­spruch auf bar­rie­re­frei­es Woh­nen Die bo­den­glei­che Du­sche, Hal­te­grif­fe oder brei­te­re Tü­ren kön­nen das Woh­nen für äl­te­re Men­schen er­leich­tern. Sol­che Um­bau­maß­nah­men darf der Ver­mie­ter auch nicht ein­fach ver­weh­ren. Al­ler­dings darf er ver­lan­gen, dass sein Mie­ter die Woh­nung bei Aus­zug wie­der in ih­ren ur­sprüng­li­chen Zu­stand ver­setzt. Zah­len müs­sen Sie die Maß­nah­men grund­sätz­lich selbst. At­tes­tiert aber ein Arzt de­ren Not­wen­dig­keit, ge­währt Ih­re Pfle­ge­kas­se Zu­schüs­se bis zu 4000 Eu­ro pro Maß­nah­me. Wer noch nicht be­trof­fen ist, son­dern vor­aus­schau­end al­ters­ge­recht um­bau­en möch­te, ist bei der „Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau“rich­tig: Sie zahlt da­für Zu­schüs­se bis 6250 Eu­ro pro Wohn­ein­heit (Tel.: 08 00/5 39 90 02, www.kfw.de), so­wie Kre­di­te zu sehr güns­ti­gen Kon­di­tio­nen – zum Teil ab 0,75 Pro­zent ef­fek­ti­vem Jah­res­zins. Pfle­ge­geld für Hil­fe­be­dürf­ti­ge Wer sich nicht mehr al­lein ver­sor­gen kann, dem steht Pfle­ge­geld zu. Da­für muss bei der Pfle­ge­ver­si­che­rung ei­ne Pfle­ge­stu­fe be­an­tragt wer­den. Die­se wird von Mit­ar­bei­tern des „Me­di­zi­ni­schen Di­ens­tes“der Kran­ken­ver­si­che­rung (MDK) er­mit­telt. Der Zu­schuss be­trägt für Stu­fe I 244 Eu­ro, für Stu­fe II 458 Eu­ro und für Stu­fe III 728 Eu­ro. Hil­fe­stel­lun­gen bei al­len Fra­gen zu die­sem The­ma ge­währt die un­ab­hän­gi­ge Pa­ti­en­ten­be­ra­tung (www. pa­ti­en­ten­be­ra­tung.de, Tel.: 08 00/0 11 77 22).

Ge­büh­ren- Be­frei­ung

Al­lein auf­grund des Al­ters gibt es noch kei­ne Be­frei­ung von den Rund­funk­ge­büh­ren. Doch wer nur we­nig Geld zur Ver­fü­gung hat, kann Sie beim Bei­trags­ser­vice von ARD, ZDF und Deutsch­land­ra­dio (ehe­mals GEZ) be­an­tra­gen. Das be­trifft vor al­lem Emp­fän­ger von Grund­si­che­rung oder Pfle­ge­hil­fe so­wie Men­schen mit schwe­ren Be­hin­de­run­gen. Wer vom GEZ be­freit wur­de, kann auch bei der Te­le­kom ei­nen güns­ti­gen Neu­an­schluss wie auch ei­ne ver­bil­lig­te mo­nat­li­che Grund­ge­bühr („So­zi­al­ta­rif“) er­hal­ten.

Se­hen Sie ge­las­sen in die Zu­kunft: Für vie­le Sor­gen gibt es Lö­sun­gen.

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