Ge­sun­des Gril­len ist ganz ein­fach

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Ein frisch ge­brut­zel­tes Stück Fleisch in der Son­ne ge­nie­ßen – das ist für vie­le fast wie Ur­laub. Doch bei ho­hen Au­ßen­tem­pe­ra­tu­ren kön­nen im Grill­gut auch schnell ge­fähr­li­che Krank­heits­er­re­ger lau­ern. Le­gen Sie ro­hes Fleisch des­halb im­mer di­rekt aus Kühl­schrank oder -box auf den Grill­rost. Le­sen Sie hier, was Sie für den ge­sun­den Grill­ge­nuss sonst noch tun kön­nen.

Wie be­las­tet ist un­ser Grill­fleisch wirk­lich?

Bun­des­wei­te Stich­pro­ben ha­ben ge­zeigt, dass ab­ge­pack­te Pro­duk­te von Dis­coun­tern mit Kei­men be­las­tet sein kön­nen. Der­zeit war­nen Ex­per­ten be­son­ders vor dem Durch­fal­ler­re­ger Cam­py­lo­bac­ter. Er ist wei­ter ver­brei­tet als et­wa Sal­mo­nel­len und be­fällt vor al­lem Ge­flü­gel, Rind- und Schwei­ne­fleisch. In Ge­flü­gel-Pro­duk­ten aus Über­see fin­den Ver­brau­cher­schüt­zer zu­dem im­mer wie­der ho­he Rück­stän­de un­ter­schied­lichs­ter Me­di­ka­men­te. In Mas­sen­tier­hal­tung sind Tie­re an­fäl­lig für Krank­hei­ten, wes­halb ih­nen meist schon vor­beu­gend An­ti­bio­ti­ka ver­ab­reicht wer­den. Bei Ge­flü­gel in­ner­halb der EU ist das ver­bo­ten. Die bes­se­re Qua­li­tät bie­ten da­her im Zwei­fel hei­mi­sche Pro­duk­te.

Wie kann ich mich vor Kei­men schüt­zen?

Ex­per­ten ra­ten, Pu­ten- und Hähn­chen­fleisch gut durch­zu­bra­ten – dann ha­ben Sal­mo­nel­len und Co kei­ne Chan­ce. Auch Schwei­ne­fleisch soll­ten Sie stets durch­ga­ren. Nur so wer­den Kei­me ab­ge­tö­tet. Ach­ten Sie au­ßer­dem auf gu­te Hy­gie­ne. Be­nut­zen Sie am bes­ten ei­ne Grill­zan­ge, um das Fleisch aus der Ver­pa­ckung zu neh­men. Las­sen Sie die Ma­ri­na­de nicht mit an­de­ren Le­bens­mit­teln in Be­rüh­rung kom­men, denn auch in der Sau­ce kön­nen Er­re­ger lau­ern.

Ist Fleisch vom Bio- Hof wirk­lich ge­sün­der?

Rin­der auf Bio-Hö­fen ha­ben – an­ders als in der Mas­sen­tier­hal­tung – viel Zeit für na­tür­li­ches Wachs­tum. So kön­nen sie mehr Fett­säu­ren, Ei­sen und B-Vit­ami­ne ein­la­gern – ihr Fleisch ist nahr­haf­ter und schmeckt kräf­ti­ger. Hühn­chen und Schwei­ne aus bio­lo­gi­scher Land­wirt­schaft sind nicht un­be­dingt ge­sün­der, aber sie le­ben bei­na­he dop­pelt so lan­ge wie ein Mast­tier und ha­ben deut­lich mehr Aus­lauf. Das wirkt sich auch auf den Ge­schmack aus. Grund: Die Tie­re kön­nen mehr Mus­kel­mas­se auf­bau­en, das macht ihr Fleisch saf­ti­ger.

Woran er­ken­ne ich gu­tes Fleisch?

Bei Schwei­ne­fleisch ist die Fri­sche ein­deu­tig an der Far­be zu er­ken­nen: Es soll­te dun­kel­ro­sa sein, we­der blass noch rot. Bei ganz fri­schem Fleisch ist das Fett bei­na­he weiß. Auch fri­sches Ge­flü­gel­fleisch er­kennt man am Aus­se­hen: Es ist hell­ro­sa, oh­ne Grün- oder Graustich. Au­ßer­dem darf es nie­mals nass oder schmie­rig aus­se­hen. Das bes­te In­diz für qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Rind­fleisch ist ei­ne dun­kel­ro­te Fär­bung und ei­ne leich­te, wei­ße Mar­mo­rie­rung des Flei­sches.

Wel­chen Gü­te­sie­geln kann ich trau­en?

Bei Schwei­ne- und Rind­fleisch ste­hen u. a. das Neu­land-Sie­gel und das Eti­kett Thö­nes-Fleisch für art­ge­rech­te Hal­tung, kon­trol­lier­ten Ein­satz von An­ti­bio­ti­ka und den Ver­zicht auf Gen-Fut­ter. Hei­mi­sches Ge­flü­gel er­ken­nen Sie an dem Ver­pa­ckungs­auf­druck „DDD“. Die Kenn­zeich­nung zeigt an, dass das Tier in Deutsch­land ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen ist. Au­ßer­dem wur­de es un­ter tier­ärzt­li­cher und hy­gie­ni­scher Kon­trol­le ge­schlach­tet.

Bra­ten Sie Ihr Grill­fleisch gut durch, um sich vor Kei­men zu schüt­zen.

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