„Die Ge­burt mei­ner Kin­der­war­mein­größ­terHit!“

Das Neue - - DIESE WOCHE IN -

Wenn am 14. Mai in sei­ner Hei­mat Stock­holm der „Eu­ro­vi­si­on Song Con­test“ist, dann fie­bert auch „AB­BA“-Le­gen­de Björn Ul­va­eus (71) mit. Da­bei war be­ruf­li­cher Er­folg für den Schwe­den im­mer zweit­ran­gig. Stolz sagt er: „Die Ge­burt mei­ner Kin­der war mein größ­ter Hit!“

1974 fuhr die Kult-Band den

Sieg beim Grand Prix ein. „das

neue“traf den sym­pa­thi­schen Sän­ger und Kom­po­nis­ten, für den trotz Welt­ruhm die Fa­mi­lie im­mer auf Platz 1 steht … Was war Ihr größ­ter Er­folg?

Be­ruf­lich war es tat­säch­lich der Sieg beim „ESC“. Oh­ne ihn wä­ren wir heu­te nichts.

Wel­che Er­in­ne­run­gen ha­ben Sie an Ih­re Teil­nah­me mit „AB­BA“beim „ESC“1974?

Wir wa­ren vor­her wahn­sin­nig ner­vös. An ei­nen Sieg hat­ten wir nicht ge­glaubt. Und als wir dann tat­säch­lich mit „Wa­ter­loo“ge­wan­nen, gab es ein Blitz­licht­ge­wit­ter, wie ich es noch nie zu­vor er­lebt ha­be.

Stimmt es, dass man Ih­nen ei­ne Mil­li­ar­de Dol­lar an­ge­bo­ten hat, wenn es zu ei­nem „AB­BA“-Come­back kommt?

Ja, aber das hät­te auch be­deu­tet, dass wir ein Jahr lang Kon­zer­te hät­ten ge­ben müs­sen. Das wä­re für uns vier in un­se­rem Al­ter die Höl­le. Ein Come­back mit so viel Stress und so viel Druck wür­de un­ser Le­ben um zehn Jah­re ver­kür­zen. Das war es uns dann doch nicht wert, ob­wohl das An­ge­bot fi­nan­zi­ell sehr ver­lo­ckend war.

Wie sieht denn ein ganz ge­wöhn­li­cher Tag bei Ih­nen aus?

Ich früh­stü­cke. Und wenn ich Glück ha­be, kocht mir mei­ne Frau ei­nen fri­schen Kaf­fee und ein paar le­cke­re Eier. Dann ha­be ich Be­spre­chun­gen. Wenn ich ge­gen 17 Uhr nach Hau­se kom­me, bin ich vor al­lem Groß­va­ter. Zwei mei­ner Töch­ter woh­nen ganz in mei­ner Nä­he, da­her er­war­ten mich oft ein paar En­kel­kin­der. Groß­va­ter zu sein ist mein liebs­tes Hob­by!

Es gab Ge­rüch­te, Sie sei­en an De­menz er­krankt. Wie geht es Ih­nen ge­sund­heit­lich?

Die Wahr­heit über mei­ne De­menz-Er­kran­kung: Ich ha­be da­von auch nur aus der Zei­tung er­fah­ren. Ich weiß auch nicht, wie das Ge­rücht in die Welt ge­kom­men ist.

„The Win­ner ta­kes it all“ist ei­ner der schöns­ten und trau­rigs­ten Lo­ve­songs. Was ist Ihr Re­zept ge­gen Lie­bes­kum­mer?

Da­für gibt es kein wirk­sa­mes Re­zept!

Auch nicht die Mu­sik?

Nein! Mu­sik macht den Lie­bes­kum­mer so­gar noch schlim­mer und den Herz­schmerz bit­ter­süß.

Ruhm, Reich­tum, Welter­fol­ge – doch für ihn stand die Fa­mi­lie auf Platz 1 „AB­BA“-Star Björn Ul­va­eus

1974: In Pla­teau-Stie­feln und schril­len Kla­mot­ten er­ober­ten „AB­BA“da­mals den im eng­li­schen Brigh­ton „Grand Prix“-Olymp. Ru­he­stand? Nicht für Björn Ul­va­eus. An­fang des Jah­res er­öff­ne­te er das Er­leb­nis-Re­stau­rant „Mam­ma Mia! – The Par­ty“auf der schwe­di­schen Halb­in­sel Djur­går­den.

Die Töch­ter Em­ma (34) und An­na (30, r.) sind sein gan­zer Stolz. Sie stam­men aus zwei­ter Ehe. Mut­ter sei­ner ers­ten bei­den Kin­der ist „AB­BA“-Blon­di­ne Ag­ne­tha Fälts­kog (66).

▶ „das neue“Re­por­ter Ben­ja­min Ci­bach (l.) traf den Star.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.