Hei­ner Lau­ter­bach (F.): „Bei mei­ner Fa­mi­lie kom­me ich sel­ten­zu­Wort“

Zu Hau­se über­neh­men sei­ne Lie­ben das Kom­man­do

Das Neue - - DIESE WOCHE IN - C. B.

Er ist Schau­spie­ler und Syn­chron­spre­cher. Re­den ist al­so sein täg­lich Brot. Ab und zu muss aber so­gar er schwei­gen: „Bei mei­ner Fa­mi­lie kom­me ich nur sel­ten zu Wort“, ge­steht Wahl-Bay­er Hei­ner Lau­ter­bach (63). In ei­nem In­ter­view mit „das neue“ge­währ­te der be­lieb­te Schau­spie­ler ganz pri­va­te Ein­bli­cke in sein Fa­mi­li­en­le­ben.

In ei­nem Ih­rer Fil­me ha­ben Sie ei­nen Tod­kran­ken ge­spielt. Wie wür­den Sie selbst da­mit um­ge­hen, wenn Sie er­fah­ren müss­ten, dass Sie ei­ne töd­li­che Krank­heit ha­ben?

Ich glau­be, dass man das wirk­lich erst be­ant­wor­ten kann, wenn es ein­trifft. Solch ei­ne Nach­richt stellt die Ge­fühls­welt kom­plett auf den Kopf.

Ma­chen Sie Pro­ble­me ger­ne mit sich al­lein aus?

Teil­wei­se er­fül­le ich schon die­ses Vor­ur­teil, das uns Män­nern an­haf­tet, dass wir nicht über Pro­ble­me re­den kön­nen. An­de­rer­seits bin ich auch durch mei­nen Be­ruf ge­prägt und viel­leicht doch ein biss­chen red­se­li­ger als der nor­ma­le Mann. Das ist si­cher vor al­lem für Ih­re Fa­mi­lie von Vor­teil.

Gut mög­lich, ob­wohl ich der­je­ni­ge bin, der am we­nigs­ten von al­len re­det. In mei­ner Fa­mi­lie mit zwei jun­gen Kin­dern und ei­ner Frau ist das aber auch nicht all­zu schwer (lacht).

Wer hat denn in Ih­rer Fa­mi­lie ge­wöhn­lich die Ho­sen an?

Ich bin der Kopf und Vik­to­ria ist der Na­cken. Und der Na­cken be­stimmt ja, in wel­che Rich­tung sich der Kopf dreht (lacht).

Wie re­agie­ren Sie auf gu­te Rat­schlä­ge? Blo­cken Sie die­se im Nor­mal­fall ab?

Nein, im Ge­gen­teil. Ich lie­be gu­te Rat­schlä­ge! Al­ler­dings auch nur, wenn sie gut sind. Wenn im Ex­trem­fall ein Gar­ri Kas­pa­row mir sei­ne Mei­nung über mein Schach­spiel mit­teilt, dann hö­re ich da schon sehr ge­nau hin. Wenn mir aber mein acht­jäh­ri­ger Sohn sei­ne Mei­nung über die Raum­fahrt oder die Astro­phy­sik kund­tut, dann neh­me ich das schon et­was ge­las­se­ner zur Kennt­nis.

Sind Sie manch­mal gern ei­ne Wei­le für sich al­lein?

Ich bin aus Köln und da­her ein ge­sel­li­ger Mensch. Da wir ein gro­ßes Haus ha­ben, ver­zie­he ich mich schon mal in ru­hi­ge­re Ecken, wenn die Kin­der mir mal wie­der all­zu hek­tisch auf der Na­se her­um­tan­zen.

Gibt es et­was im Le­ben, das Ih­nen schwer­fällt?

Ich bin ein ganz schlech­ter Hand­wer­ker und auch in tech­ni­schen Din­gen bin ich kei­ne be­son­de­re Leuch­te. Den Com­pu­ter kann ich ge­ra­de noch so be­nut­zen, dass ich ihn gut ge­brau­chen kann, wenn ich schrei­be oder sol­che Sa­chen ma­che.

„Kla­vier spie­len ist Ge­hirn­jog­ging“: Vor vier Jah­ren hat der Schau­spie­ler sei­ne Lei­den­schaft für das Pia­no ent­deckt.

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