Die­se Ge­büh­ren kön­nen Sie zu­rück­ver­lan­gen

Ver­wal­tungs­kos­ten wer­den oft auf den Kun­den ab­ge­wälzt. Zah­len muss er sie aber nicht im­mer

Das Neue - - RATGEBER -

Rech­nun­gen ge­nau an­zu­schau­en lohnt sich, oft ver­ber­gen sich dar­in Feh­ler, die Sie teu­er zu ste­hen kom­men.

Te­le­fon­rech­nung

Häu­fig wird im Klein­ge­druck­ten von Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons-An­bie­tern für ei­ne Pa­pier­rech­nung ei­ne zu­sätz­li­che Ge­bühr ver­langt. Aber: Falls die­se Un­ter­neh­men ih­re Di­ens­te nicht al­lein über das In­ter­net an­bie­ten, ist es ih­re Ver­trags­pflicht, Ih­nen zu­min­dest auf Wunsch ei­ne (kos­ten­lo­se) aus­ge­druck­te Rech­nung zur Ver­fü­gung zu stel­len. An­ders sieht es bei rei­nen On­line-Un­ter­neh­men und Surf-Ta­ri­fen aus. Hier ge­nügt es, die Rech­nun­gen im Kun­den­por­tal zur Ver­fü­gung zu stel­len (zum Bei­spiel OLG Düs­sel­dorf, Az.: I-6 U 82/14)

Zwangs­kon­to­aus­zug

Ähn­li­ches gilt für Ban­ken. Ei­ne Bank ist ge­setz­lich ver­pflich­tet, den Kun­den über die Zah­lungs­vor­gän­ge auf sei­nem Kon­to zu in­for­mie­ren. Für die Pa­pierVa­ri­an­te darf sie nur Ex­tra­geld ver­lan­gen, wenn der Kun­de aus­drück­lich die zu­sätz­li­che Zu­sen­dung von In­for­ma­tio­nen ver­langt, die er kos­ten­los on­line ein­se­hen könn­te (z. B. LG Frank­furt, Az.: 2-25 O 260/10).

Pri­vat­kre­di­te

Ban­ken dür­fen kei­ne Be­ar­bei­tungs­ge­bühr für Pri­vat­kre­di­te ver­lan­gen, ent­schied der Bun- des­ge­richts­hof 2014. Die Ge­bühr dür­fen Sie sich des­halb zu­rück­ho­len, auch wenn Sie die­se be­reits vor bis zu zehn Jah­ren ge­zahlt ha­ben. Da­bei kann es sich um bis zu vier Pro­zent der Dar­le­hens­sum­me han­deln.

Mah­nun­gen

Fol­gen­de Ab­fol­ge muss ein­ge­hal­ten wer­den: Erst über­mit­telt der Gläu­bi­ger ei­ne (kos­ten­lo­se!) Zah­lung­s­er­in­ne­rung, dann erst darf ei­ne kos­ten­pflich­ti­ge Mah­nung fol­gen. Aus­nah­me: Ist für die Zah­lung ei­ne be­stimm­te Zeit fest­ge­legt – et­wa „zahl­bar bis zum 20. Au­gust“– kann der Gläu­bi­ger nach Ablauf die­ser Frist so­fort Mahn­ge­büh­ren ver­lan­gen. Ne­ben den Ver­zugs­zin­sen dür­fen aber nur Kos­ten gel­tend ge­macht wer­den, die tat­säch­lich durch die Mah­nung an­ge­fal­len sind. Bis 3 Eu­ro gel­ten als an­ge­mes­sen.

Freund­lich, aber be­stimmt: Die­se Ge­büh­ren zah­le ich nicht!

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