Herr­li­ches Hid­den­see

Die et­was an­de­re Ost­see-In­sel bie­tet we­der Bet­ten­bur­gen noch Fe­ri­en­an­la­gen. Da­für fin­den Ur­lau­ber Ent­span­nung und Er­ho­lung satt

Das Neue - - REISE -

Wer Hid­den­see ei­nen Be­such ab­stat­tet, be­kommt das, was im All­tag oft zu kurz kommt: Ru­he und Ent­span­nung. Ur­lau­ber fin­den auf dem See­weg zur Ost­see­Insel. An Land an­ge­kom­men spürt man sie so­fort: die In­selGe­müt­lich­keit. Statt Au­tos zie­hen Kut­schen, Rad­ler und Wan­de­rer über die We­ge.

Ab­ge­se­hen von den Ort­schaf­ten, ist die 19 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ße In­sel ein Na­tur­schutz­ge­biet. Ih­re Land­schaft wech­selt zwi­schen lieb­lich und rau: Bee­ren­far­be­ne Dorn­bü­sche zie­ren die Hü­gel im Nor­den, die in stei­len Klip­pen in das Meer hin­ab­fal­len. Im Os­ten be­stim­men Bod­den­wie­sen, in de­nen die Küs­ten­vö­gel brü­ten, das Bild. Den Sü­den der In­sel nimmt der Gel­len ein, ein ge­wal­ti­ger, keu­len­för­mi­ger Sand­ha­ken. An der West­küs­te gibt es da­ge­gen ki­lo­me­ter­lan­ge Sand­strän­de.

In die­ses Na­tur­wun­der rei­hen sich auch die klei­nen Ort­schaf­ten ein. Die äl­tes­te und nörd­lichs­te ist Grie­ben. Sie ist ein per­fek­ter Aus­gangs­punkt für ei­nen Spa­zier­gang über den Hochuf­er­weg zum Leucht­turm. Von der knapp 70 Me­ter ho­hen Aus­sichts­platt­form hat man ei­nen wun­der­ba­ren Blick über die gan­ze In­sel und den Bod­den.

Das kul­tu­rel­le Zen­trum der In­sel liegt in Klos­ter. Seit je­her zieht es Künst­ler auf die­sen Teil der In­sel. Sei­nen Na­men hat der Ort vom ehe­ma­li­gen Zis­ter­zi­en­ser­klos­ter, das im Mit­tel­al­ter dort stand.

Das Ört­chen Vit­te (sprich: Fit­te) im Zen­trum der In­sel ist die heim­li­che Haupt­stadt: Wer Bank, Arzt oder Rat­haus sucht, wird hier fün­dig.

Wer ur­sprüng­li­che Idyl­le sucht, ist hier rich­tig

Ganz still hin­ge­gen ist Neu­en­dorf. Es liegt ganz im Sü­den und steht kom­plett un­ter Denk­mal­schutz. Der ur­sprüng­li­che Cha­rak­ter des al­ten Fi­scher­dorfs hat sich im Lau­fe der Jahr­hun­der­te kaum ge­än­dert: Noch im­mer prä­gen weiß ge­tünch­te Reet­dach­häu­ser auf grü­nen Wie­sen das Bild.

Wer auf Hid­den­see Ur­laub macht, kommt, um den All­tags­stress hin­ter sich zu las­sen. Sü­ßes Nichts­tun ist die De­vi­se. Die Ein­hei­mi­schen nen­nen ih­re In­sel auch lie­be­voll „Sö­tes Län­ne­ken“– sü­ßes Länd­chen.

Ei­ner der schöns­ten Sand­strän­de liegt zwi­schen Vit­te und Klos­ter an der West­küs­te.

Fisch­kut­ter sind im Ha­fen von Klos­ter nur noch sel­ten ver­tre­ten.

Mehr als 15 Men­schen dür­fen den Leucht­turm nicht gleich­zei­tig be­stei­gen – sonst wird es eng.

Die vier Or­te Grie­ben, Klos­ter, Vit­te und Neu­en­dorf wer­den nur durch ei­ne Stra­ße ver­bun­den.

Un­ter­wegs mit der Kut­sche: Mehr PS gibt es auf der au­to­frei­en In­sel nicht.

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