Ver­stop­fung: Wann muss ich mir Sor­gen ma­chen ?

Was Frau­en und Män­ner un­ter­schei­det, wel­che Warn­si­gna­le Sie ken­nen soll­ten

Das Neue - - MEDIZIN -

Kaum je­mand re­det gern über sei­ne Ver­dau­ung. Aber vie­le Men­schen ma­chen sich Ge­dan­ken dar­über – erst recht, wenn es nicht so re­gel­mä­ßig klappt. Doch wie oft soll­te man ei­gent­lich Stuhl­gang ha­ben?

Zwei­mal täg­lich bis al­le zwei Ta­ge

Ei­ni­ge Men­schen ge­hen zwei­mal pro Tag zur Toi­let­te, an­de­re nur drei­mal in der Wo­che. Aus ärzt­li­cher Sicht ist bei­des in Ord­nung. Von ei­ner Ver­stop­fung re­den Me­di­zi­ner erst, wenn der Darm drei Mo­na­te lang we­ni­ger als drei­mal pro Wo­che ent­leert wird. Dar­über hin­aus ist der Stuhl da­bei sehr fest. Ein Arzt soll­te dann die Ur­sa­che ab­klä­ren. Wer meh­re­re Ta­ge kei­nen Stuhl­gang hat und an star­ken Bauch­schmer­zen so­wie Übel­keit lei­det, soll­te so­fort in die Kli­nik fah­ren. Es könn­te sich um ei­nen ge­fähr­li­chen Darm­ver­schluss han­deln.

Harm­lo­se Ur­sa­chen

Meist ist die Ver­stop­fung aber harm­los und dau­ert nur we­ni­ge Ta­ge an, z. B. wenn sie im Ur­laub auf­tritt. Die un­ge­wohn­te Kost und ein an­de­res Kli­ma sor- gen da­für, dass der Darm lang­sa­mer ar­bei­tet. Spä­tes­tens zur Rück­kehr hat sich in der Re­gel al­les wie­der ein­ge­spielt.

Ein Frau­en­pro­blem

Im Ver­gleich zu Män­nern lei­den mehr als dop­pelt so vie­le Frau­en an Ver­stop­fung. Vor al­lem in den Wech­sel­jah­ren sind ein Drit­tel der Frau­en be­trof­fen. Der Grund: Die weib­li­chen Ge­schlechts­hor­mo­ne Östro­gen und Pro­ges­te­ron be­ein­flus­sen auch den Ver­dau­ungs­trakt. Denn die weib­li­chen Bo­ten­stof­fe wir­ken auf das wich­tigs­te Hor­mon der Darm-Ak­ti­vi­tät: Se­ro­to­nin. Die ver­min­der­te Östro­gen-Aus­schüt­tung in den Wech­sel­jah­ren schränkt auch die Wirk­sam­keit des Se­ro­to­nins ein. Die Fol­ge: Die Darm­mus­ku­la­tur wird lahm­ge­legt.

Dann kann ein ge­zielt im Darm wir­ken­des, gut ver­träg­li­ches Ab­führ­mit­tel hel­fen. Ex­per­ten emp­feh­len die Wirk­stof­fe Bi­sa­codyl (z. B. in „Dul­co­lax“, re­zept­frei, Apo­the­ke) und Na­tri­um­pi­co­sul­fat (z. B. in „La­xo­be­ral“, re­zept­frei, Apo­the­ke). Die­se ver­meh­ren den Was­ser­ge­halt im Stuhl und re­gen die Be­we­gun­gen des Darms an.

Vor al­lem Frau­en lei­den an Ver­dau­ungs­be­schwer­den. Ur­sa­che sind häu­fig Hor­mon-Ve­rän­de­run­gen.

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