Der Tod kam als Freund

Er­grei­fen­der Ab­schied von „Mis­ter Bun­des­re­pu­blik“

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Mit ei­nem sanf­ten Lä­cheln ver­ließ er die Welt! Ganz Deutsch­land trau­ert um Ex-Bun­des­prä­si­dent Wal­ter Scheel († 97). Doch der Tod kam nicht als Feind, son­dern als Freund.

Er war ei­ner der be­lieb­tes­ten Po­li­ti­ker. Ein Mann von Welt, der ger­ne ge­lacht, ge­fei­ert und vor al­lem ge­sun­gen hat. Mit dem Volks­lied „Hoch auf dem gel­ben Wa­gen“stürm­te er 1973 die deut­schen Hit­pa­ra­den!

Um­so trau­ri­ger, als der FDPPo­li­ti­ker 2011 an De­menz er­krank­te. Zum Schluss leb­te er zu­rück­ge­zo­gen in ei­nem Se­nio­ren­stift in Bad Kro­zin­gen. Im Mai ging es ge­sund­heit­lich berg­ab. Wal­ter Scheel fiel ins Ko­ma, lag wo­chen­lang in der Kli­nik. Der Tod war für ihn ei­ne Er­lö­sung. Adieu, ge­lieb­ter „Mis­ter Bun­des­re­pu­blik“…

Der Po­li­ti­ker mit sei­ner zwei­ten Frau Mild­red († 52), den Töch­tern Cor­ne­lia (heu­te 53, r.), And­re­aGwen­do­li­ne (heu­te 46, l.) und Ad­op­tiv-Sohn Si­mon-Mar­tin (heu­te 45). 1969: Wal­ter Scheel bei sei­ner Ve­rei­di­gung zum Au­ßen­mi­nis­ter. 1974 wur­de er zum Bun­des­prä­si­den­ten ge­wählt.

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