Me­di­zin:

Sind un­ser Ge­biss und Zahn­fleisch in ei­nem gu­ten Zu­stand, schützt uns das vor zahl­rei­chen ernst­haf­ten Er­kran­kun­gen

Das Neue - - ROMANTISCH -

Ge­sun­de Zäh­ne, ge­sun­der Kör­per��������������������������

Ma­ri­an­ne F. war ver­zwei­felt. Stän­dig litt die Ver­käu­fe­rin un­ter Rü­cken­schmer­zen – doch kein Me­di­zi­ner fand die Ur­sa­che. Bis sich die Ber­li­ne­rin we­gen ei­nes kran­ken Ba­cken­zahns be­han­deln ließ. Da­nach war auch ihr Kreuz­lei­den plötz­lich weg. Kein Ein­zel­fall. Tat­säch­lich hat un­se­re Zahn­ge­sund­heit ei­nen gro­ßen Ein­fluss auf un­se­ren gan­zen Or­ga­nis­mus: So kann nicht nur ei­ne man­geln­de Mund­hy­gie­ne zu Herz­pro­ble­men oder Rheu­ma füh­ren, auch kann uns ei­ne ge­ziel­te Zahn­be­hand­lung von zahl­rei­chen kör­per­li­chen Be­schwer­den be­frei­en. Wie das zu­sam­men­hängt:

Wie Par­odon­ti­tis ei­nen In­farkt aus­lö­sen kann

Ein In­farkt kann nicht nur die Fol­ge ei­ner Ar­te­ri­en­ver­kal­kung sein. Ein ganz an­de­rer Aus­lö­ser kommt eben­falls in­fra­ge – näm­lich ei­ne un­ent­deck­te Zahn­flei­schent­zün­dung. Neue Stu­di­en be­le­gen, dass sich durch

Par­odon­ti­tis das Herz­in­farkt­ri­si­ko ver­dop­pelt und das ei­nes Schlag­an­falls so­gar ver­drei­facht. Der Grund: Sind durch Bak­te­ri­en erst so­ge­nann­te Zahn­fleisch­ta­schen ent­stan­den, ver­meh­ren sich die Er­re­ger dort ra­sant – und ge­lan­gen über die Blut­bah­nen in den Kör­per. Hier ver­ur­sa­chen sie Schä­den an den Ge­fäß­in­nen­wän­den. Durch Re­pa­ra­tur­vor­gän­ge wer­den die Ar­te­ri­en im­mer en­ger und kön­nen sich im schlimms­ten Fall so­gar kom­plett ver­schlie­ßen. Sind Blut­ge­fä­ße im Ge­hirn oder Her­zen da­von be­trof­fen, kann ein le­bens­be­droh­li­cher In­farkt die Fol­ge sein. Die bes­te Vor­sor­ge: re­gel­mä­ßi­ge Zahn­arzt­be­su­che und min­des­tens zwei­mal täg­lich put­zen.

Wenn ein ab­ge­stor­be­ner Zahn Rheu­ma ver­ur­sacht

Rheu­ma ist ei­ne Er­kran­kung des Im­mun­sys­tems. Da­bei greift der Kör­per ei­ge­nes Ge­we­be an, was star­ke Schmer­zen aus­lö­sen kann. Ei­ne Ur­sa­che da­für: ab­ge­stor­be­ne Zäh­ne. Denn wur­den die­se nicht fach­ge­recht be­han­delt, ist der Kör­per stän­dig ein­drin­gen­den Bak­te­ri­en aus­ge­setzt. Und das über­for­dert auf Dau­er das Im­mun­sys­tem. Und noch et­was ha­ben Rheu­ma­to­lo­gen ent­deckt: Wenn Pa­ti­en­ten, die un­ter Par­odon­ti­tis lei­den und au­ßer­dem ei­ne schwe­re Form von Ge­lenk-Rheu­ma­tis­mus ha­ben, ih­re Zahn­pro­ble­me er­folg­reich ku­rie­ren las­sen, kön­nen sich der ar­thri­ti­sche Schmerz und die An­zahl der ge­schwol­le­nen Ge­len­ke ver­rin­gern.

War­um das Ge­biss die Hüf­te be­ein­flusst

Ein Be­cken­schief­stand und Fehl­be­las­tun­gen der Ge­len­ke kön­nen Pro­ble­me ver­ur­sa­chen. Ärz­te ver­schrei­ben oft Kran­ken­gym­nas­tik. Das Pro­blem: Kaum ein Ex­per­te denkt dar­an, auch den Kie­fer un­ter­su­chen zu las­sen. Denn liegt dort ei­ne Fehl­stel­lung von nur we­ni­gen Mil­li­me­tern vor, kann dies zu ei­ner Schief­la­ge des ge­sam­ten Be­we­gungs­ap­pa­ra­tes füh­ren. Der Grund: Die Kie­fer­mus­ku­la­tur steht über den Na­cken mit Rü­cken, Hüf­te, Bei­nen und Ar­men in Ver­bin­dung. So kann ein Fehl­biss zu ei­ner ein­sei­ti­gen Ver­kür­zung der ge­sam­ten Mus­ku­la­tur füh­ren – hier kön­nen Auf­biss­schie­nen (Kas­sen­leis­tung) hel­fen. Üb­ri­gens: Eben­so brin­gen Zahn­lü­cken, zu ho­he Fül­lun­gen oder Brü­cken die Sta­tik ei­nes Men­schen aus der Ba­lan­ce.

Wie Amal­gam­plom­ben den Ner­ven scha­den

Star­ke Schmer­zen in Ar­men und Bei­nen kön­nen An­zei­chen ei­ner so­ge­nann­ten Po­ly­n­eu­ro­pa­thie sein. Zur Be­hand­lung ver­schrei­ben Ärz­te in der Re­gel Schmerz­mit­tel - oft so­gar Mor­phi­um. Doch viel wich­ti­ger wä­re die Fra­ge nach vor­han­de­nen Amal­gam­plom­ben. Denn wenn sich der Stoff über Jah­re im Kör­per ab­ge­la­gert hat, kann er sol­che Ner­ven­schmer­zen ver­ur­sa­chen. Es emp­fiehlt sich dann, ei­ne so­ge­nann­te Ent­gif­tungs­kur beim Heil­prak­ti­ker zu ma­chen. Üb­ri­gens: Auch De­pres­sio­nen, Angst­zu­stän­de oder Haut­ent­zün­dun­gen kön­nen Sym­pto­me ei­ner Amal­gam­ver­gif­tung sein. Ein ge­sun­des Ge­biss beugt so­gar ei­nem Herz­in­farkt vor.

Ei­ne gründ­li­che Zahn­pfle­ge mit leicht krei­sen­den Be­we­gun­gen ist der bes­te Schutz fürs Zahn­fleisch.

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