Wie sor­ge ich vor mit … 40, 50, 60 +

Es ist nie zu spät ... ... zu früh al­ler­dings auch nicht. In je­dem Al­ter lohnt es sich, an die spä­te­re Ren­te zu den­ken und die­se auf­zu­sto­cken

Das Neue - - RATGEBER -

Von den heu­te 35- bis 55-jäh­ri­gen Frau­en wer­den et­wa 70 Pro­zent ei­ne Ren­te auf Hartz-IV- Ni­veau er­hal­ten, wenn sie kei­ne wei­te­re Al­ters­vor­sor­ge be­trei­ben. Das be­trifft uns al­le – un­se­re Schwes­tern, Freun­din­nen, Töch­ter und En­ke­lin­nen. Vie­le schie­ben die­ses The­ma auf die lan­ge Bank oder ver­las­sen sich in Geld­fra­gen auf ih­ren Mann. Hier er­fah­ren Sie, wie man in je­dem Al­ter für die Ren­te vor­sor­gen kann.

40 RIES­TER-REN­TE SI­CHERN

Ab jetzt ist die Ries­ter-Ren­te bes­ser ge­eig­net als die Ka­pi­tal­ver­si­che­rung, be­son­ders für Müt­ter mit Teil­zeit- oder Mi­ni­jobs. Vom Staat er­hal­ten sie ei­ne jähr­li­che Zu­la­ge von 154 Eu­ro, auch in der El­tern­zeit. Wie viel ein­ge­zahlt wird, rich­tet sich üb­li­cher­wei­se nach dem Ein­kom­men, Aus­nah­men sind bei Eng­päs­sen mög­lich. Für je­des Kind zahlt der Staat dar­über hin­aus jähr­lich 185 Eu­ro da­zu, für nach 2008 ge­bo­re­nen Nach­wuchs je 300 Eu­ro pro Jahr.

50 BE­TRIEB­LI­CHE VOR­SOR­GE

Spä­tes­tens zu die­sem Zeit­punkt ra­ten Fi­nanz­ex­per­ten von Ka­pi­tal­ver­si­che­run­gen ab. Grund: Die Ra­ten wä­ren jetzt sehr hoch. Ab 50 gilt: Nut­zen Sie die Ries­ter-Ren­te – am bes­ten in Kom­bi­na­ti­on mit ei­ner be­trieb­li­chen Al­ters­vor­sor­ge. Da­bei wird je­den Mo­nat ein Teil des Brut­to­ge­hal­tes in ei­ne zu­sätz­li­che Ren­te um­ge­wan­delt. Der Staat för­dert die­ses Mo­dell mit ei­ner Prä­mie. Psy­cho­lo­gen wis­sen: Da die Sum­me von vorn­her­ein vom Ge­halt ab­ge­zo­gen wird, emp­fin­den Sie die Ab­ga­be in der Re­gel nicht als Ein­bu­ße. Durch das nied­ri­ge­re Brut­to­ge­halt spa­ren Sie auch Steu­ern.

60+ SI­CHE­RE AN LA­GEN

Für Selbst­stän­di­ge lohnt sich auch fünf Jah­re vor dem Ren­ten­ein­tritt noch die Rü­rup-Ren­te. Sie kön­nen die Bei­trä­ge selbst fest­le­gen, die­se wer­den vom Jah­res­ein­kom­men ab­ge­zo­gen. Ne­ben­ef­fekt: Sie zah­len we­ni­ger Steu­ern. Für Nicht­selbst­stän­di­ge: Bun­des­wert­pa­pie­re, Ren­ten­fonds und Spar­brie­fe sind ei­ne si­che­re An­la­ge, bie­ten aber we­nig Zin­sen. Al­ter­na­ti­ve: Wer ri­si­ko­freu­dig ist, soll­te in Ak­ti­en­fonds in­ves­tie­ren. Da­für muss ein mög­li­cher Ver­lust aber ver­schmerz­bar sein. Tipp: Las­sen Sie sich von ei­nem un­ab­hän­gi­gen Fi­nanz­pro­fi un­ter­stüt­zen. Be­ra­tung bie­tet die Or­ga­ni­sa­ti­on „Die Al­ten Ha­sen“(Tel.: 0 30/30 12 86 25).

Wer recht­zei­tig an die Ren­te denkt, kann sie ent­spannt ge­nie­ßen, wenn es so­weit ist.

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