Brau­che ich ei­ne neue Bril­le?

Die Au­gen wer­den im Al­ter schwä­cher. Des­halb soll­te man öf­ters un­ter­su­chen las­sen, ob ei­ne neue Seh­hil­fe nö­tig ist

Das Neue - - MEDIZIN -

Fast je­der zwei­te Deut­sche ist schon in jün­ge­ren Jah­ren kurz- oder weit­sich­tig, kann al­so Ent­fern­tes oder Na­hes nicht scharf se­hen. Und auch wenn man jahr­zehn­te­lang oh­ne Bril­le aus­ge­kom­men ist, wird in der zwei­ten Le­bens­hälf­te zu­min­dest beim Le­sen ei­ne Seh­hil­fe not­wen­dig. Wenn Sie ei­ne (neue) Bril­le be­nö­ti­gen, er­ken­nen Sie dies meist dar­an, dass Sie die Au­gen zu­sam­menknei­fen, um Din­ge deut­li­cher zu er­ken­nen. Las­sen Sie Ih­re Au­gen beim Arzt oder Op­ti­ker un­ter­su­chen.

Le­sen wird zur Hür­de

Ei­ne Ve­rän­de­rung der Seh­fä­hig­keit im Lau­fe des Le­bens ist ganz nor­mal, denn mit stei­gen­dem Al­ter kann die Lin­se sich nicht mehr so gut auf wech­seln­de Ent­fer­nun­gen ein­stel­len. „Ab et­wa 45 Jah­ren braucht je­der Mensch für den Nah­be­reich ei­ne an­de­re Stär­ke als für die Fer­ne“, er­klärt Jür­gen Mey­er, Vi­ze­prä­si­dent des Zen­tral­ver­bands der Au­gen­op­ti­ker. Vie­le müs­sen dann für das Ent­zif­fern von klein ge­druck­tem Text oder für fei­ne Hand­ar­bei­ten ei­ne Le­se­bril­le zu Hil­fe neh­men.

Die Stär­ke über­prü­fen

Die Bril­le kann die Seh­schwä­che zwar beim Tra­gen kor­ri­gie­ren, al­ler­dings lang­fris­tig we­der ver­bes­sern noch ver­schlech­tern. „Ei­ne un­ge­eig­ne­te Bril­len­stär­ke strengt das Au­ge aber stark an und kann zu Kopf­schmer­zen füh­ren“, warnt Op­ti­ker Mey­er. Las­sen Sie aus die­sem Grund Ih­re Seh­hil­fe re­gel­mä­ßig kon­trol­lie­ren: Bril­len­trä­ger soll­ten ein­mal jähr­lich zum Op­ti­ker und zu­dem al­le zwei Jah­re zum Au­gen­arzt ge­hen.

Kei­ne Bil­lig­lin­sen

Zu schwa­che oder zu star­ke Kon­takt­lin­sen kön­nen den Au­gen eben­so scha­den. Las­sen Sie die Lin­sen­stär­ke des­halb je­des Jahr vom Op­ti­ker oder Arzt über­prü­fen. Vor­sicht bei Kon­takt­lin­sen aus dem In­ter­net: Kau­fen Sie nur Mo­del­le, die Ih­nen nach dem Aus­mes­sen der Au­gen emp­foh­len wur­den. Denn schlecht sit­zen­de Lin­sen rei­zen die Horn­haut und kön­nen im schlimms­ten Fall zur Er­blin­dung füh­ren. Glei­ches gilt für min­der­wer­ti­ge oder ge­fälsch­te Pro­duk­te, die zu Schnäpp­chen­prei­sen an­ge­bo­ten wer­den.

Für Na­hes und Fer­nes

Ei­ne gu­te Lö­sung für je­den, der Seh­hil­fen für al­le Ent­fer­nun­gen be­nö­tigt, ist ei­ne Gleit­sicht­bril­le. Beim Au­to­fah­ren lässt sich da­mit ein Bril­len­wech­sel wäh­rend der Fahrt ver­mei­den. „Wird sie prä­zi­se an­ge­passt, kommt meist auch je­der schnell mit ei­ner Gleit­sicht­bril­le zu­recht“, so Mey­er. Tipp: ein­fach aus­pro­bie­ren! Bei vie­len Her­stel­lern gibt es ei­ne mehr­wö­chi­ge Rück­ga­beMög­lich­keit, wenn die Bril­le Pro­ble­me be­rei­tet.

Bei Gleit­sicht­glä­sern ist kein Bril­len­wech­sel für nah und fern mehr nö­tig.

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