Rund um den Darm

Zum Thema Ver­stop­fung kur­sie­ren vie­le Ge­rüch­te. Wir klä­ren hier drei der häu­figs­ten Aus­sa­gen auf

Das Neue - - MEDIZIN -

Man muss je­den Tag auf die Toi­let­te kön­nen!

Nein, nur weil man nicht je­den Tag kann, ist man nicht gleich ver­stopft. Me­di­zi­nisch ge­se­hen spricht man von Ver­stop­fung, wenn meh­re­re Fak­to­ren zu­sam­men kom­men. Ne­ben der Stuhl­fre­quenz – sel­te­ner als drei­mal pro Wo­che – zäh­len hier­zu auch zum Bei­spiel star­kes Pres­sen­müs­sen beim Stuhl­gang oder das Ge- fühl der un­voll­stän­di­gen Ent­lee­rung.

Stress be­ein­flusst die Ver­dau­ung!

Das ist ab­so­lut rich­tig. Im Darm fin­den mehr­mals pro Tag Mas­sen­ver­schie­bun­gen in Rich­tung Aus­gang statt. Die­se wer­den vom darm­ei­ge­nen Ner­ven­sys­tem ge­steu­ert – ei­nem Teil un­se­res Ner­ven­sys­tems, das in Ru­he ak­tiv ist. Bei Dau­er­stress kann die Be­we­gung je­doch aus­blei­ben und der Darm ver­stopft. Es kann je­doch auch das Ge­gen­teil pas­sie­ren: Man­che Men­schen re­agie­ren auf Stress mit Durch­fall.

Me­di­ka­men­te kön­nen für Ver­stop­fung ver­ant­wort­lich sein!

Es gibt lei­der ei­ne gan­ze Rei­he an Me­di­ka­men­ten, die als Ne­ben­wir­kung den Darm lahm le­gen kön­nen. Ty­pi­sche Arz­nei­mit­tel­grup­pen hier­für sind man­che An­ti­de­pres­si­va, man­che Me­di­ka­men­te ge­gen Blut­hoch­druck, Par­kin­son­me­di­ka­men­te, Ei­sen­prä­pa­ra­te und vor al­lem star­ke Schmerz­mit­tel aus der Grup­pe der Opia­te. In die­sem Fall gibt es man­che Ab­führ­mit­tel so­gar er­stat­tungs­fä­hig auf Re­zept. Am bes­ten be­spricht man sich in diesen Fäl­len mit dem be­han­deln­den Arzt.

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