Das kos­tet Sie Ih­ren Ver­si­che­rungs­schutz

Vor­sicht, Klein­ge­druck­tes: Die vol­le Sum­me kas­siert, wer die­se Feh­ler mei­det

Das Neue - - RATGEBER -

Wer den Scha­den hat... der hat auch häu­fig Ärger mit sei­ner Ver­si­che­rung! Aber wenn ei­ne Ver­si­che­rung nichts oder nur ei­nen Teil zah­len will, dann hat das oft ei­nen gu­ten Grund – und der steht im Klein­ge­druck­ten Ih­rer Ver­si­che­rungs­po­li­ce. Hier er­fah­ren Sie, was al­les Ih­ren Schutz ge­fähr­den kann:

Kat­zen­klap­pe

Für Ih­ren vier­bei­ni­gen Lieb­ling ist ei­ne Kat­zen­klap­pe ei­ne fei­ne Sa­che, aus recht­li­cher Sicht ist sie je­doch pro­ble­ma­tisch. Denn das Tür­chen er­höht das Ein­bruch­ri­si­ko und ge­fähr­det Ih­ren Ver­si­che­rungs­schutz. Dar­auf weist die R+V Ver­si­che­rung hin. Fens­ter oder Tür­grif­fe soll­ten da­her durch die Öff­nung auf kei­nen Fall er­reich­bar sein, we­der mit der Hand noch mit ei­nem Hilfs­mit­tel, et­wa ei­nem Stock.

Ge­kipp­te Fens­ter

Ver­las­sen Sie Ih­re Woh­nung, soll­ten Sie al­le Fens­ter schlie­ßen: Bei ei­nem Ein­bruch durch ein ge­kipp­tes Fens­ter müs­sen Sie mit Leis­tungs­kür­zun­gen rech­nen, denn das kann als gro­be Fahr­läs­sig­keit ge­se­hen wer­den. Wie hoch die mög­li­chen Ein­bu­ßen sind, mit de­nen Sie rech­nen müs­sen, hängt von den Um­stän­den ab.

Han­dy/ Al­ko­hol am Steu­er

Wenn Sie am Steu­er te­le­fo­nie­ren und da­durch ei­nen Un­fall bau­en, kann Sie das Ih­ren Kas­ko-Ver­si­che­rungs­schutz kos­ten. Wer­den Per­so­nen ver­letzt, müs­sen Sie au­ßer­dem mit ei­ner An­kla­ge we­gen fahr­läs­si­ger Kör­per­ver­let­zung rech­nen. Das­sel­be gilt für al­ko­hol­be­ding­te Un­fäl­le. Wich­tig: Schon ab 0,3 Pro­mil­le, al­so un­ter der of­fi­zi­el­len Pro­mil­le­gren­ze von 0,5 Pro­mil­le, spricht man von „re­la­ti­ver Fahr­un­tüch­tig­keit“.

Fal­sche An­ga­ben

Auch fal­sche An­ga­ben kön­nen zum Verlust des Ver­si­che­rungs­schut­zes füh­ren. Sei­en Sie des­halb im­mer ehr­lich, wenn Sie bei­spiels­wei­se ei­ne Scha­dens­mel­dung ma­chen müs­sen oder beim Ab­schluss ei­ner Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung al­le Vo­r­er­kran­kun­gen an­ge­ben sol­len.

Schei­dung

Als „nur mit­ver­si­cher­ter“Ehe­part­ner kön­nen Sie bei ei­ner Schei­dung plötz­lich oh­ne je­den Ver­si­che­rungs­schutz da­ste­hen. Das be­trifft zum Bei­spiel die Haus­rat-, die Haft­pflicht-, die Rechts­schutz- und die ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung. Wen­den Sie sich des­halb an Ih­ren Ver­si­che­rer, um even­tu­ell ei­nen neu­en, ei­ge­nen Ver­trag ab­zu­schlie­ßen.

Rau­cher­pau­se

Pas­sen Sie auf, wenn Sie wäh­rend der Ar­beit ei­ne Rau­cher­pau­se ma­chen. Denn wenn Sie stür­zen und sich ver­let­zen, ge­nie­ßen Sie kei­nen ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rungs­schutz. Denn: Rau­chen hat kei­nen Be­zug zur Be­rufs­tä­tig­keit. Das Glei­che gilt üb­ri­gens für den Auf­ent­halt in der Kan­ti­ne wäh­rend der Mit­tags­pau­se.

Ein­bruch­ge­fahr: Kat­zen­klap­pen kön­nen den Ver­si­che­rungs­schutz ge­fähr­den

Wer beim Fah­ren mit dem Han­dy te­le­fo­niert, ris­kiert den Ver­si­che­rungs­schutz.

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