Nor­bert Rier: „Ein Sei­ten­sprung kann mir auch pas­sie­ren!“

Er ist seit 33 Jah­ren glück­lich mit sei­ner Isa­bel­la ver­hei­ra­tet, doch:

Das Neue - - DIESE WOCHE IN - C. Je­nisch

Auf der Büh­ne gibt es bei Volks­mu­si­kern nur hei­le­Welt und fröh­li­che Schun­kel-Sau­sen. Hin­ter den Ku­lis­sen le­ben sie je­doch oft wie Rock­stars. „Ein Sei­ten­sprung kann mir auch pas­sie­ren“, ge­steht der sym­pa­thi­sche Front­sän­ger der „Ka­s­tel­ru­ther Spat­zen“, Nor­bert Rier (56). In „das neue“spricht der be­lieb­te Süd­ti­ro­ler über die Ehe mit sei­ner hüb­schen Isa­bel­la (57) und was er von Treue hält. Sie sind seit 33 Jah­ren glück­lich ver­hei­ra­tet. Das ist in Ih­rer Bran­che ja nicht selbst­ver­ständ­lich ...

Bei uns läuft al­les gut. Ich wür­de mich je­doch nicht trau­en zu sa­gen, dass uns ei­ne Kri­se nie pas­sie­ren könn­te. Man sieht oft Be­zie­hun­gen, bei de­nen man denkt, dass es für im­mer hält – doch dann sieht es an­ders aus. War­um schei­tern Ih­rer Mei­nung nach so vie­le Be­zie­hun­gen an Af­fä­ren?

Ich den­ke, dass Un­treue nicht pas­sie­ren kann, wenn zu Hau­se al­les gut läuft. Ge­fähr­lich wird es erst, wenn man Pro­ble­me hat. Könn­ten Sie Ih­rer Frau ei­nen Sei­ten­sprung ver­zei­hen?

Zum Glück blie­ben wir da­mit bis­her ver­schont. Ob ich es ver­zei­hen kann, weiß ich des­halb

nicht. Wenn Por­zel­lan zer­bro­chen ist, las­sen sich trotz­dem Scher­ben zu­sam­men­kle­ben. Wie hal­ten Sie denn Ih­re Be­zie­hung frisch?

Man darf nicht mit Ge­schen­ken und Wor­ten über­trei­ben. Mut­ter­tag und sol­che Din­ge sind Quatsch. Klei­nig­kei­ten zäh­len. Man soll­te ein­fach zei­gen, dass man sein Ge­gen­über sehr ger­ne hat. Zum Bei­spiel kann man ja mal sa­gen, dass das Es­sen gut ge­schmeckt hat (lacht). Spielt Ei­fer­sucht in Ih­rer Ehe auch ei­ne Rol­le?

Mei­ne Frau ist bis­her im­mer ganz cool ge­blie­ben. Und sie ist sehr to­le­rant, weil sie weiß, dass mir die Mu­sik Freu­de macht und ich des­halb viel un­ter­wegs bin. Ha­ben Sie vie­le Grou­pies?

Na­tür­lich. Wir ha­ben auch vie­le weib­li­che Fans, aber das sind Schwär­me­rei­en. Wenn man im Ram­pen­licht steht, sieht die Welt ganz an­ders aus. Dann ist man für sie auch ein Vor­bild. Ha­ben Sie vor dem Büh­nen­auf­tritt ei­gent­lich ein Ri­tu­al?

Da wir ei­ne Grup­pe sind, kön­nen wir uns im­mer ge­gen­sei­tig be­ru­hi­gen. Wir ha­ben aber kei­ne Ri­tua­le vor dem Auf­tritt. Als gläu­bi­ger Christ ma­che ich für mich ein Kreuz-Zei­chen. Das war’s – und hilft im­mer!

„Ein Mensch braucht Ge­bor­gen­heit. Wenn man sie nicht be­kommt, wird es sehr ge­fähr­lich“, er­klärt Nor­bert Rier.

Der Sän­ger steht seit 1979 mit den „Ka­s­tel­ru­ther Spat­zen“auf der Büh­ne. Trotz­dem ist er noch ner­vös.

Bei Ehe­frau Isa­bel­la fin­det er Rück­halt. „Sie ist im­mer für mich da“, schwärmt der Volks­mu­si­ker.

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