Nein, das war kein Selbst­mord!

Ei­ne Freun­din packt end­lich aus

Das Neue - - VORDERSEITE -

Zwei Jah­re lang spiel­te Ju­lia Kent (55) an der Sei­te von Roy Black im „Schloss am Wör­t­her­see“. Sein Tod war ein Schock. An Ge­rüch­te, Roy ha­be sich das Le­ben ge­nom­men, glaubt sie nicht. Im In­ter­view mit „das neue“be­kräf­tigt sie: „Das war kein Selbst­mord!“Was für ein Mensch war Roy Black in Ih­ren Au­gen?

Ein wun­der­ba­rer Mensch, Kum­pel und Kol­le­ge. Mit ihm zu dre­hen, das war ei­nes mei­ner schöns­ten Er­leb­nis­se. Wa­ren Sie gu­te Freun­de – oder war da mehr? Mir ist ja oft was mit ihm an­ge­dich­tet wor­den. Fakt ist, dass wir uns wahn­sin­nig gut ver­stan­den ha­ben. Zwi­schen uns ent­wi­ckel­te sich ei­ne tie­fe Freund­schaft. Aber wir hat­ten nie ei­ne Af­fä­re. Was ha­ben Sie bei sei­nem Tod emp­fun­den?

Ich war völ­lig auf­ge­löst. Mir kam das vor wie ein grau­si­ger Alb­traum. Ich dach­te im­mer, Roy muss gleich an ir­gend­ei­ner Ecke wie­der raus­kom­men. Wir hat­ten ja gera­de erst noch ge­mein­sam ge­dreht und schon Plä­ne ge­macht, wie wir die Se­rie wei­ter­füh­ren. Wahr­schein­lich wür­den wir „Ein Schloss am Wör­t­her­see“heu­te noch dre­hen. Aber Roys Tod hat der Se­rie das Herz raus­ge­ris­sen.

Was hal­ten Sie von der Selbst­mord-Theo­rie?

Es war be­kannt, dass er nicht ge­sund war. Ich glau­be, es war ei­ne Ver­ket­tung un­glück­li­cher Um­stän­de – mit sei­nem kran­ken Herz, den Me­di­ka­men­ten, die Ab­ge­schie­den­heit in der Fi­scher­hüt­te, kein Arzt in der Nä­he. Nein, das war kein Selbst­mord. Da­für wür­de ich die Hand ins Feu­er le­gen. Er war nicht der Mensch, der sich um­bringt.

Roy Black (†)

So ha­ben ihn Mil­lio­nen Men­schen in Er­in­ne­rung: Strah­le­mann Roy Black. Doch sein Ruhm war auch ein Fluch.

Roy Black mit Va­ter Ge­org Höl­le­rich. Er er­häng­te sich 1990, Roys Mut­ter Eli­sa­beth starb 2013 im Al­ters­heim. ü „Roy Black – ei­ne Le­gen­de. Un­ver­ges­sen“läuft am 9. Ok­to­ber um 20.15 Uhr auf Ser­vusTV.

Ju­lia Kent lebt heu­te bei Mün­chen. Sie schreibt Bü­cher, ist ver­hei­ra­tet und hat drei Kin­der. ü 1974 hei­ra­te­te Roy Sil­ke Vagts. 1985 lie­ßen sie sich schei­den. Sil­ke nahm sich 2002 in Mar­bel­la mit Schlaf­ta­blet­ten das Le­ben. o 1989 lern­te er auf ei­nem Kon­zert Car­men Böh­ning (50) ken­nen. Roy starb, als ih­re Toch­ter Nat­ha­lie gera­de vier Wo­chen alt war.

o Ju­lia Kent ver­band seit ih­ren Dreh­ar­bei­ten für die Er­folgs­se­rie „Ein Schloss am Wör­t­her­see“ei­ne in­ni­ge Freund­schaft mit Roy Black.

1976 be­kam er mit Sil­ke Sohn Tors­ten. Ihn nahm er oft mit zum An­geln. Tors­ten lebt heu­te in Ko­lum­bi­en.

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