Für ihn wur­de das Wort „En­fant ter­ri­b­le“er­fun­den

Der le­gen­dä­re Schau­spie­ler wä­re am 18. Ok­to­ber 90 ge­wor­den

Das Neue - - GEBURTSTAGE -

WEin Wahn­sin­ni­ger – und Welt­star! We­gen sei­ner Aus­ras­ter galt Klaus Kin­ski in der Film­welt als „schwie­rig“. er er­in­nert sich nicht an sei­ne ur­plötz­li­chen Wu­t­aus­brü­che und üb­len Schimpf­ti­ra­den? Klaus Kin­ski († 65) – für ihn wur­de das Wort „En­fant ter­ri­b­le“er­fun­den. Am 18. Ok­to­ber wä­re der Schau­spie­ler 90 ge­wor­den.

Wahn­sinns-Kerl und Fil­mWü­te­rich – das wa­ren sei­ne Pa­ra­de­rol­len! Doch lei­der nicht nur vor der Ka­me­ra. Auch pri­vat war er ein schwie­ri­ger Zeit­ge­nos­se. Kei­ne sei­ner drei Ehen hielt län­ger als zehn Jah­re. Spä­ter be­rich­te­ten sei­ne Kin­der, wie sehr sie un­ter dem ex­zen­tri­schen Va­ter lei­den muss­ten.

Der Welt­star selbst wuchs in gut­bür­ger­li­chen Ver­hält­nis­sen auf. Sein Va­ter war Apo­the­ker, die Mut­ter ar­bei­te­te als Kran­ ken­schwes­ter. Mit 18 muss­te er zum Kriegs­dienst, ge­riet nach 1945 in bri­ti­sche Ge­fan­gen­schaft. Dort, im „Camp 186“, be­gann sei­ne Kar­rie­re. Klaus Kin­ski spiel­te ers­te Rol­len auf pro­vi­so­ri­schen La­ger­büh­nen. Schon da­mals zeig­ten sich ers­te Ge­fühls­aus­brü­che. Ein Jahr da­nach, am Ber­li­ner Thea­ter, zer­schlug er vor Wut ei­ne Schei­be. Was folg­te, war die Ent­las­sung!

Zeit­le­bens ty­ran­ni­sier­te Klaus Kin­ski, flipp­te aus. Doch sei­ner Film-Kar­rie­re hat es nie ge­scha­det. Erst zwölf Jah­re nach sei­nem Tod 1991, er starb an ei­nem Herz­in­farkt, kam sein dun­kels­tes Ka­pi­tel ans Licht: Toch­ter Po­la (64) be­zich­tig­te ih­ren to­ten Va­ter des se­xu­el­len Miss­brauchs. Er war ein Scheu­sal – und doch so ge­ni­al ...

1962: Mit sei­ner zwei­ten Frau Ruth Bri­git­te (76) und den Töch­tern Po­la und Na­stass­ja (55, Mit­te). Der Frau­en-Held Aus der drit­ten Ehe mit der Viet­na­me­sin Minhoi (66) stammt Sohn Ni­ko­lai (40).

1987 lieb­te er die ita­lie­ni­sche Schau­spie­le­rin De­bo­ra Ca­prio­glio (48).

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