Marion Kracht (Foto):

Die Schau­spie­le­rin brauch­te lan­ge, um den Tod ih­rer El­tern zu ver­kraf­ten

Das Neue - - DAS NEUE -

„Ich such­te Hil­fe beim The­ra­peu­ten!“

Es gibt wohl kaum et­was Schlim­me­res, als sei­nen Va­ter oder sei­ne Mut­ter durch den Tod zu ver­lie­ren. Marion Kracht (53) muss­te bin­nen drei Jah­ren den Ver­lust bei­der El­tern­tei­le ver­kraf­ten. „Ich ha­be Hil­fe beim The­ra­peu­ten ge­sucht“, ge­steht der TV-Star.

Im Ge­spräch mit „das neue“er­zählt die Ber­li­ne­rin, wie sie mit die­sem Schick­sals­schlag um­ge­gan­gen ist und ver­rät das Ge­heim­nis ih­rer lan­gen Ehe. Ihr Va­ter ist 2005 an den Fol­gen ei­ner Krebs-Er­kran­kung ge­stor­ben. Ha­ben Sie Angst, auch dar­an zu lei­den?

Na­tür­lich. Die­ses Schick­sal er­eil­te ja nicht nur mei­nen Va­ter, son­dern auch schon Freun­de von uns. Ich möch­te aber nicht dau­ernd dar­über nach­den­ken. Ich kon­zen­trie­re mich lie­ber auf die schö­nen Sa­chen und neh­me mir auch be­wusst Zeit da­für. Wie sind Sie mit dem Tod Ih­rer El­tern um­ge­gan­gen?

Manch­mal pas­sie­ren Din­ge im Le­ben, die man am bes­ten mit­hil­fe ei­ner The­ra­pie auf­ar­bei­tet. Man soll­te sich nicht da­vor scheu­en. Ih­re Fa­mi­lie ist ei­ne gro­ße Stüt­ze für Sie. Mit Bert­hold Manns (47) sind Sie schon seit De­zem­ber 2004 ver­hei­ra­tet. Was ist Ihr Ehe-Re­zept?

Vie­le Paa­re wer­fen zu schnell das Hand­tuch. Pro­ble­me sind da, um sich ih­nen zu stel­len. Weg­lau­fen ist kei­ne Lö­sung. Was war Ih­nen als Paar denn im­mer be­son­ders wich­tig?

Wir ha­ben uns schon früh re­gel­mä­ßi­ge Aus­zei­ten ge­nom­men und sind ein­mal im Jahr oh­ne Kin­der weg­ge­fah­ren. Wer passt auf die Kin­der auf, wenn Sie ar­bei­ten?

Mei­ne Söh­ne sind jetzt 14 und fast 18 Jah­re alt. Sie be­nö­ti­gen nie­man­den mehr, der im klas­si­schen Sinn auf sie auf­passt. Sie ha­ben be­ruf­lich viel zu tun. Ken­nen Sie Exis­tenz-Ängs­te?

Na­tür­lich. Da­von kann sich lei­der kein Schau­spie­ler frei ma­chen. Bei mir kommt noch er­schwe­rend da­zu, dass mein Mann als Ar­chi­tekt auch selbst­stän­dig ist und mo­nat­li­che re­gel­mä­ßi­ge Ein­kom­men so­mit auch bei ihm nicht ga­ran­tiert sind.

Sie sind jetzt 53. Wel­che Rol­le spielt das zu­neh­men­de Al­ter?

Es ist schon trau­rig, wie sehr ge­ra­de Frau­en aufs Al­ter re­du­ziert wer­den. Die Uhr steht für nie­man­den still. Alt wer­den ist et­was für Mu­ti­ge und die ein­zi­ge Al­ter­na­ti­ve zum Ster­ben. U. H.

o Ihr neu­es Koch­buch „Kracht kocht wei­ter“ist für 19,95 Eu­ro im Handel er­hält­lich. In ih­rer Frei­zeit tankt die Schau­spie­le­rin Kraft. Denn bei der Ar­beit kommt Marion Kracht schon mal an ih­re Gren­zen. „Ich bin schon öf­ter ins Schleu­dern ge­kom­men“, ge­steht sie.

P Schwe­rer Ver­lust: 2005 starb ihr ge­lieb­ter Pa­pa Fritz († 79) an Krebs. 2008 ver­lor der Star auch Mut­ter Ger­da († 81) durch ei­ne Lun­gen­em­bo­lie.

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