Sie wuss­te zu viel

Ihr ge­walt­sa­mes En­de mach­te die Frank­fur­ter Pro­sti­tu­ier­te bun­des­weit be­kannt

Das Neue - - EXTRA -

Muss­te sie ster­ben, weil sie zu viel wuss­te? Der Mord an der Frank­fur­ter Pro­sti­tu­ier­ten Ro­se­ma­rie Ni­tri­bitt († 24) ist un­ge­klärt – weil wich­ti­ge Män­ner al­les ta­ten, um die Su­che nach dem Tä­ter zu be­hin­dern? Oder wuss­te Ro­se­ma­rie zu viel und woll­te die fal­schen Bett­ge­nos­sen er­pres­sen?

Be­vor sie er­mor­det wur­de, war sie nur im Frank­fur­ter Raum be­kannt. Als wil­li­ge Ge­spie­lin ein­fluss­rei­cher und ver­mö­gen­der Män­ner. Dar­un­ter wa­ren An­ge­hö­ri­ge der Fa­mi­li­en Quandt und Krupp – Wirt­schafs­bos­se, die Ge­heim­nis­se ge­wahrt wis­sen wol­len.

Als Ro­se­ma­rie Ni­tri­bitt tot und mit Wür­ge­ma­len am Hals am 1. No­vem­ber 1957 in ih­rer Woh­nung ge­fun­den wur­de, er­lang­te sie bun­des­weit trau­ri­ge Be­rühmt­heit. Denn es gab vie­le Pan­nen bei der Po­li­zei­ar­beit: So wur­de die Tem­pe­ra­tur der Lei­che nicht ge­mes­sen, des­we­gen konn­te der ge­naue To­des­zeit­punkt nicht fest­ge­stellt wer­den. Ak­ten ver­schwan­den spur­los, Ver­hör­pro­to­kol­le wur­den „ver­legt“. Ein Freund ge­riet in Ver­dacht, wur­de aber frei­ge­spro­chen. Und ir­gend­wann stell­te die Po­li­zei al­le Be­mü­hun­gen, den Tä­ter zu fin­den, ein.

Bis heu­te darf die be­rühm­te Frank­fur­ter Pro­sti­tu­ier­te nicht in Frie­den ru­hen. Denn mäch­ti­ge Män­ner woll­ten nicht, dass ihr Mör­der je­mals ge­fun­den wird …

Mit ih­rem Mer­ce­des­Benz 190 SL kurv­te sie durch Frank­furts Stra­ßen. Der Ver­bleib des Wa­gens ist nicht be­kannt.

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