Ma­ri­an­ne Sägebrecht (F.): „An mei­ner Sei­te wür­de je­der Mann ver­rückt wer­den!“

Die Schau­spie­le­rin ist auch oh­ne Part­ner glück­lich

Das Neue - - DIESE WOCHE IN DAS NEUE - K. M. Ma­ri­an­ne Sägebrecht

Ein Stück­chen Ku­chen, da­zu ein Täss­chen Kaf­fee. Ma­ri­an­ne Sägebrecht (71) weiß ge­nau, wie sie ihr Le­ben ge­nie­ßen kann.

Zum per­sön­li­chen Glück ge­hört bei der Schau­spie­le­rin aber auch im­mer noch die Ar­beit. Ei­nen Part­ner braucht sie da­ge­gen nicht. „An mei­ner Sei­te wür­de je­der Mann ver­rückt wer­den“, scherzt sie im lau­ni­gen Ge­spräch mit „das neue“.

Bei „SOKO Mün­chen“spie­len Sie die Wir­tin „Frie­da“. Wie nah ist Ih­nen die Rol­le?

Ich ha­be vie­le Ge­mein­sam­kei­ten mit ihr. Wie sie war ich auch vie­le Jah­re Wir­tin in ei­ner Künst­ler­knei­pe. Bei Frie­da war es so, dass die Au­to­ren schon beim Schrei­ben im Geis­te an mich ge­dacht ha­ben. Als ich das Dreh­buch ge­le­sen ha­be, be­kam ich so­fort Gän­se­haut.

Seit Ih­rer Schei­dung sind Sie Sing­le. Wä­ren Sie of­fen für ei­ne neue Be­zie­hung?

Ich glau­be, ei­ne neue Lie­be ist für mich vom Schick­sal nicht vor­ge­se­hen. Und das ist auch gut so. Ich ha­be so viel­schich­ti­ge Ge­dan­ken über Gott und die Welt, da wür­de je­der Mann ver­rückt wer­den (lacht).

Sie sind jetzt 71. Träu­men Sie gar nicht vom Ru­he­stand?

Dar­an ver­schwen­de ich kei­nen Ge­dan­ken. Al­ler­dings wäh­le ich in­zwi­schen ge­nau aus, in wel­che Pro­jek­te ich mich mit Kör­per und See­le ein­brin­gen möch­te. Ich bin vol­ler Ta­ten­drang, ma­che mir aber kei­nen Stress.

Wie stel­len Sie sich Ihr Le­ben im Al­ter vor?

Ich fän­de es wun­der­bar, mit gleich­alt­ri­gen Freun­den, aber auch jün­ge­ren Men­schen zu­sam­men­zu­woh­nen. Die­ser Plan wird hof­fent­lich bald um­ge­setzt: Mit zwei, drei Freun­din­nen su­che ich be­reits nach ei­nem klei­nen, al­ten Guts­hof.

Fürch­ten Sie sich ei­gent­lich vor dem Tod?

Ich ha­be nie­mals Angst, da­her fürch­te ich mich auch vor dem Tod nicht. Aber wie al­le Men­schen hof­fe ich na­tür­lich, dass ich, wenn es ei­nes Ta­ges so weit ist, nicht all­zu lan­ge lei­den muss.

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