–Schluss mit Rü­cken­schmer­zen

Das Ge­heim­nis ei­ner star­ken Wir­bel­säu­le: ak­tiv wer­den! Wie Sie Be­schwer­den vor­beu­gen und lin­dern

Das Neue - - DIESE WOCHE IN DAS NEUE -

Die Band­schei­be?“Die­se Fra­ge fällt ei­gent­lich im­mer, so­bald je­mand über Rü­cken­schmer­zen klagt. Da­bei wer­den in 80 Pro­zent der Fäl­le Be­schwer­den nicht durch struk­tu­rel­le Pro­ble­me an der Wir­bel­säu­le aus­ge­löst, son­dern sind „un­spe­zi­fi­schen Ur­sprungs“, wie Me­di­zi­ner das nen­nen. Wir ver­ra­ten, was die Selbst­hei­lung an­regt.

Wär­me ent­spannt

Es ist ein na­tür­li­cher Re­flex: Wenn es weh­tut, span­nen wir die Mus­keln an. Nur: Das führt zu noch mehr Schmer­zen und mög­li­cher­wei­se so­gar zu dau­er­haf­ten Fehl­hal­tun­gen. Ers­ter Schritt, um aus dem Teu­fels­kreis­lauf her­aus­zu­kom­men, ist da­her, die Mus­keln zu lo­ckern. Wenn kei­ne Ent­zün­dung vor­liegt, ist Wär­me das bes­te Mit­tel: sei es durch ein war­mes Bad oder ei­ne Wärm­fla­sche.

Nähr­stof­fe schüt­zen

Wich­tig zu wis­sen: Sehr häu­fig sind be­schä­dig­te Ner­ven­fa­sern die ei­gent­li­che Schmerz-Ur­sa­che. Ver­spann­te Mus­keln wie bei ei­nem He­xen­schuss, ei­ne ver­scho­be­ne Band­schei­be oder ver­schleiß­be­dingt ver­eng­te Ner­ven-Aus­tritts­ka­nä­le rei­zen sie. Nähr­stof­fe wie Uri­din­mo­no­phos­phat in Kombination mit B-Vit­ami­nen kön­nen die Ner­ven­struk­tu­ren wie­der re­ge­ne­rie­ren (z. B. in „Kel­ti­can for­te“, re­zept­frei aus der Apo­the­ke).

Chi­ro­the­ra­pie lo­ckert

Um blo­ckier­te Wir­bel und ver­spann­te Mus­keln zu lo­ckern, kann auch ei­ne ma­nu­el­le Chi­ro­the­ra­pie hilf­reich sein. Chi­ro­the­ra­peu­ten sind Ärz­te mit ent­spre­chen­der Zu­satz­aus­bil­dung. Chi­ro­prak­ti­ker kön­nen auch Heil­prak­ti­ker oder Phy­sio­the­ra­peu­ten sein.

Im Not­fall: Sprit­zen

In schwe­re­ren Fäl­len wer­den oft Sprit­zen emp­foh­len. Schmer­zund ent­zün­dungs­hem­men­de Sub­stan­zen wie Kor­ti­son wer­den ein- oder mehr­ma­lig an die be­trof­fe­ne Stel­le in­ji­ziert. Da­durch fällt es dann auch wie­der leich­ter, sich zu be­we­gen.

Mus­kel- Auf­bau stärkt

Wenn der Rü­cken grund­sätz­lich Ihr Schwach­punkt ist, lohnt sich der Be­such ei­ner Rü­cken­schu­le (an der Volks­hoch­schu­le, beim Sport­ver­ein). Hier ler­nen Sie, wie die Mus­keln ge­stärkt wer­den, die der Wir­bel­säu­le Halt ge­ben. Sehr wich­tig: Auch die Bauch­mus­keln ge­hö­ren da­zu! Sport­ar­ten wie Wal­ken, Schwim­men oder Rad­fah­ren hel­fen, den Rü­cken ins­ge­samt zu stär­ken und neu­en Be­schwer­den vor­zu­beu­gen.

Für die meis­ten Rü­cken­pro­ble­me sind mus­ku­lä­re Ver­span­nun­gen ver­ant­wort­lich.

Wär­me­an­wen­dun­gen lö­sen Ver­span­nun­gen der Mus­ku­la­tur und kön­nen so Schmer­zen lin­dern.

Schwim­men stärkt die Rü­cken­mus­ku­la­tur. Ach­tung beim Brust­schwim­men: Kopf beim Aus­at­men un­ter Was­ser hal­ten.

Sind blo­ckier­te Wir­bel schuld an Be­schwer­den, kann ein Chi­ro­prak­ti­ker mit spe­zi­el­len Grif­fen hel­fen.

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