Mar­le­ne Dietrich war sein Lie­be­sen­gel

Sei­ne Af­fä­re mit der Film­Di­va en­de­te dra­ma­tisch

Das Neue - - 40. TODESTAG -

Er war Frank­reichs ers­ter Welt­star. Je­an Ga­bin († 72) spiel­te in fast 100 Fil­men mit. Für Schlag­zei­len sorg­te sei­ne lang­jäh­ri­ge Af­fä­re mit Mar­le­ne Dietrich († 90). Sie war sein Lie­be­sen­gel. Doch am En­de woll­te er nichts mehr von ihr wis­sen …

Knor­rig, bo­den­stän­dig und be­schei­den. Je­an Ga­bin war al­les an­de­re als der ge­bo­re­ne Film­star. So wehr­te er sich auch, als sein Va­ter Fer­di­nand († 65), ein Va­rie­té-Darstel­ler, ihn auf die Büh­ne brin­gen woll­te. Er riss aus, tin­gel­te als Bau­ar­bei­ter und Mau­rer durch Frank­reich.

Aber mit 19 lock­te den Pa­ri­ser Vor­stadt-Jun­gen doch die schil­lern­de Show-Welt. Mit Fil­men wie „Wenn es Nacht wird in Pa­ris“, „Die Kat­ze“und vor al­lem als Kom­mis­sar Mai­gret wur­de er zur Lein­wand-Le­gen­de.

Pri­vat hat­te der früh er­grau­te Schau­spie­ler we­nig am Hut mit Glanz und Gla­mour. Sei­ne Lie­be zum Le­ben auf dem Land ver­band er mit sei­nem Hob­by: Er züch­te­te Tr­ab­renn­pfer­de auf ei­nem Gut in der Nor­man­die.

Nur ein­mal folg­te er dem Ruf der gro­ßen wei­ten Welt. Sei­ne lang­jäh­ri­ge Ge­lieb­te, Film-Di­va Mar­le­ne Dietrich, hol­te ihn 1941 nach Hol­ly­wood. Doch schon zwei Jah­re spä­ter kehr­te er nach Frank­reich zu­rück. Ent­täuscht von Ame­ri­ka – und von der Dietrich und ih­ren vie­len Af­fä­ren. Er mel­de­te sich nie wie­der bei ihr.

Bit­ter: Als Ga­bin ei­ne Gr­ab­stel­le in Pa­ris für sich kauf­te und er er­fuhr, dass Mar­le­ne ei­ne Par­zel­le di­rekt da­ne­ben er­warb, än­der­te er sein Tes­ta­ment. Er ließ sich nach sei­nem Tod am 15. No­vem­ber 1976 ver­bren­nen und die Ur­ne im Meer ver­sen­ken.

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