–Macht­lan­ge­sSit­zen­krank?

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Me­di­zi­ner schla­gen Alarm: Neue Stu­di­en zei­gen, dass schon drei St­un­den Sit­zen täg­lich rei­chen, um die Le­bens­er­war­tung um bis zu zwei Jah­re zu re­du­zie­ren. Aber wie ist das mög­lich – und was kön­nen wir da­ge­gen tun?

Die Mus­ku­la­tur macht schlapp

„Bei lan­gem Sit­zen fal­len die Zel­len qua­si ins Ko­ma“, so Prof. Dr. In­go Fro­bö­se, Lei­ter des Zen­trums für Ge­sund­heit an der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln. „Sie schaf­fen es nicht mehr, al­le Or­ga­ne und Stoff­wech­sel­vor­gän­ge zu ver­sor­gen.“Mög­li­che Fol­ge: Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen. Lan­ges Sit­zen führt auch da­zu, dass Rü­cken­mus­keln ver­kürzt und die Mus­ku­la­tur an Bauch und Bei­nen ge­schwächt wer­den. Er­geb­nis: Schmer­zen, die chro­nisch wer­den kön­nen. Auch Ge­len­ke, Mus­ku­la­tur und Knor­pel sind auf Be­we­gung an­ge­wie­sen, um lang­fris­tig ge­sund zu blei­ben.

Be­we­gung, wann im­mer es geht

Al­lein durch Frei­zeit­sport lässt sich der Be­we­gungs­man­gel nicht aus­glei­chen. Statt­des­sen gilt es, mög­lichst viel Ak­ti­vi­tät in den All­tag zu brin­gen. Prof. Fro­bö­se: „Wer viel sit­zen muss, soll­te re­gel­mä­ßig die Po­si­ti­on wech­seln. Mal an­leh­nen, mal auf­recht sit­zen, mal her­um­lüm­meln.“Auch das „dy­na­mi­sche Sit­zen“hilft: Vie­le Bü­ro­stüh­le sind fle­xi­bel und er­lau­ben leich­te Be­we­gun­gen. Noch wich­ti­ger sind laut Fro­bö­se aber Un­ter­bre­chun­gen: „Ste­hen Sie je­de St­un­de für zehn Mi­nu­ten auf und be­we­gen Sie sich. Te­le­fo­nie­ren Sie im Ste­hen.“Auch sonst gilt: Je­de Chan­ce zur Ak­ti­vi­tät nut­zen.

St­un­den­lang be­we­gungs­los auf dem So­fa zu sit­zen, scha­det der Ge­sund­heit.

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