„Ich ha­be kein Au­to und brau­che kei­ne teu­ren Klei­der!“

Das Neue - - DIE­SE WO­CHE IN NEUE - Ti­na Ru­land Ul­ri­ke Ha­ge­mann

Wer Schau­spie­ler wer­den will, um ein Le­ben in Saus und Braus zu füh­ren, dem wür­de Ti­na Ru­land (50) si­cher da­von ab­ra­ten. Sie ist Schau­spie­le­rin aus Lei­den­schaft. Aus Reich­tum macht sie sich nicht viel. „Ich ha­be kein Au­to und brau­che kei­ne teu­ren Klei­der“, ver­rät sie im

„das neue“- In­ter­view.

Dass sie pri­vat sehr spar­sam ist, kam ihr die letz­ten Jah­re durch­aus zu­gu­te. Um mehr Zeit für ih­re Kin­der zu ha­ben, ver­zich­te­te sie auf grö­ße­re Film­pro­jek­te. Doch jetzt mel­det sie sich mit dem ZDF-Herz­ki­no zu­rück.

Kön­nen Sie es sich leis­ten, Rol­len ab­zu­sa­gen?

Ich über­le­ge mir genau, ob ich ei­nen Job mit mei­nem Fa­mi­li­en­le­ben ver­ein­ba­ren kann. Und na­tür­lich spie­le ich nur in Fil­men mit, in de­nen ich mich auch se­hen möch­te. Aber grund­sätz­lich ist es so, dass ich nicht nur ger­ne ar­bei­te, son­dern auch ar­bei­ten muss.

Wie kom­men Sie fi­nan­zi­ell über die Run­den?

Ich kann gut mit Geld um­ge­hen und bin auch sehr spar­sam. Das muss man auch sein, um Zei­ten, in de­nen man nichts oder we­nig ver­dient, zu über­ste­hen. Ich ha­be bei­spiels­wei­se kein Au­to, brau­che kei­ne teu­ren Klei­der und ach­te auch beim täg­li­chen Ein­kauf auf den Preis.

Vie­le Ih­rer Kol­le­gen kön­nen nicht mehr von der Schau­spie­le­rei le­ben …

Es ist sehr hart ge­wor­den in un­se­rer Bran­che. Hin­zu kommt, dass man als Schau­spie­ler völ­lig durch das so­zia­le Netz fällt. Vor Ein­füh­rung von Hartz IV konn­te man sich noch ar­beits­los mel­den und hat auch Leis­tun­gen er­hal­ten. Heu­te ge­he ich erst gar nicht mehr aufs Ar­beits­amt.

Be­kom­men Sie auch das The­ma Ju­gend­wahn zu spü­ren?

Auf je­den Fall. Pri­vat und be­ruf­lich. Es gibt so vie­le Frau­en, die an sich rum­schnip­peln las­sen. Ich wei­ge­re mich, auch nur ir­gend­et­was in­va­siv an mir zu än­dern. Be­ruf­lich wer­den für be­stimm­te Rol­len nur noch jün­ge­re Kol­le­gen ein­ge­setzt. Wenn ich dar­an den­ke, wie jung man­che Kom­mis­sa­rin­nen bei­spiels­wei­se sind, dann ist das schon sehr ver­wun­der­lich. In der Rea­li­tät gibt es kei­ne so jun­gen Frau­en in ver­gleich­ba­ren Po­si­tio­nen.

Vor zwei Jah­ren ha­ben Sie sich für den Play­boy aus­ge­zo­gen. Wür­den Sie das heu­te wie­der tun?

War­um nicht? Da­mals pass­te das sehr gut. Es wa­ren ge­ra­de 25 Jah­re seit mei­nem ers­ten Shoo­ting ver­gan­gen – und es wur­de gut be­zahlt.

Ha­ben Sie ein Le­bens­mot­to?

Am En­de wird al­les gut. Wenn nicht al­les gut ist, dann ist es auch nicht das En­de.

Nach­dem Ti­na Ru­land mit 44 noch ein­mal Mut­ter wur­de, gönn­te sie sich ei­ne län­ge­re Aus­zeit vom Job.

Mit ih­rem Part­ner Claus (50) und den Kin­dern Jah­vis (heu­te 12) und Vi­dal (heu­te 6) lebt die ge­bür­ti­ge Köl­ne­rin in Ber­lin.

TV-Tipp

Am 4. De­zem­ber ist Ti­na Ru­land im In­ga-Lind­strömFilm „Zu­rück ins Mor­gen“zu se­hen (20.15 Uhr, ZDF).

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