Hei­no:

End­lich­kan­nerOpa­sein

Das Neue - - DIESE WOCHE IN - M. Mack

Als Kind freu­ten wir uns an Weih­nach­ten doch am meis­ten auf die Ge­schen­ke, wenn man ehr­lich ist. Erst spä­ter wur­de uns klar, wor­auf es an­kommt. De­nen na­he zu sein, die man liebt. Das ndet auch Hei­no (78). Er freut sich rie­sig: End­lich kann er Opa sein! Denn jah­re­lang durf­te er sei­ne En­kel nicht se­hen.

Als die Ehe sei­nes Soh­nes Uwe (56) 2003 schei­ter­te, brach der Kon­takt zu des­sen Kin­dern Se­bas­ti­an (19) und Alex­an­der (16) ab. Erst seit knapp drei Jah­ren ha­ben sie wie­der ei­ne Be­zie­hung zu­ein­an­der. Im ex­klu­si­ven In­ter­view mit „das neue“ver­rät der Schla­ger­sän­ger, wie glück­lich ihn das macht.

Wer­den Ih­re En­kel an Weih­nach­ten bei Ih­nen sein?

Nein, die Jungs fei­ern zu Hau­se in der Ei­fel. Aber na­tür­lich be­kom­men sie ih­re Ge­schen­ke. Wir ha­ben uns vor Weih­nach­ten noch ge­se­hen. Ich bin sehr glück­lich, dass der Kon­takt zu Se­bas­ti­an und Alex­an­der wie­der so gut ist nach all den Jah­ren. Wir se­hen uns mitt­ler­wei­le re­gel­mä­ßig, und die Jungs fra­gen Opa auch mal um Rat. Se­bas­ti­an singt toll und spielt Gi­tar­re. Alex­an­der kann wun­der­bar Kla­vier spie­len. Er macht nächs­tes Jahr sein Abitur. Ich bin sehr stolz auf mei­ne En­kel­kin­der. Was war Ihr schöns­tes Fest?

Weih­nach­ten 1948 wer­de ich nie ver­ges­sen. Ich war ge­ra­de 10 Jah­re alt und hat­te mei­ner Mut­ter je­den Tag von ei­nem ro­ten Ak­kor­de­on vor­ge­schwärmt. Es hat 330 Mark ge­kos­tet. Sie konn­te es sich nicht leis­ten, ver­dien­te 1,20 Mark als Rei­ni­gungs­kraft. Doch an die­sem Weih­nach­ten sah ich da plötz­lich das ro­te Ak­kor­de­on ste­hen. Ich glaub­te es zu­erst nicht, die Trä­nen schos­sen mir in die Au­gen. Mei­ne Mut­ter muss­te jah­re­lang die Ra­ten ab­stot­tern. Aber sie wuss­te, wie viel es mir be­deu­tet, und hat so den Grund­stein für mei­ne Kar­rie­re ge­legt. Schen­ken Han­ne­lo­re und Sie sich et­was zu Weih­nach­ten?

Nein, höchs­tens Klei­nig­kei­ten. Wenn ich et­was Schö­nes se­he, wo ich den­ke, das könn­te Han­ne­lo­re ge­fal­len, dann brin­ge ich ihr das auch so mal mit. Man braucht ja nicht un­be­dingt ei­nen An­lass, um sich et­was zu schen­ken. Was war für Sie das Wich­tigs­te in die­sem Jahr?

Wenn ich mor­gens auf­wa­che und nach links gu­cke und sa­ge: „Gu­ten Mor­gen, Han­ne­lo­re.“Dann bin ich glück­lich. Und das war in die­sem Jahr je­den Mor­gen so, al­so war es ein gu­tes Jahr für mich. Gibt es schon Plä­ne für neue Pro­jek­te in 2017?

Nein. Ich ha­be be­schlos­sen, et­was kürz­er­zu­tre­ten. Nicht aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den, oder weil ich viel­leicht kei­ne Lust mehr ha­be. Son­dern weil ich in zwei Jah­ren 80 wer­de – und dann wol­len wir et­was Be­son­de­res auf die Bei­ne stel­len. Das kos­tet na­tür­lich viel Zeit.

Mit 10 Jah­ren er­füll­te sich Hei­nos sehn­lichs­ter Weih­nachts­wunsch. Auf sei­ner neu­en CD „Mit weih­nacht­li­chen Grü­ßen“hat Hei­no auch eng­li­sche Weih­nachts­klas­si­ker auf Deutsch auf­ge­nom­men.

Hei­no und Han­ne­lo­re sind glück­lich, ih­re En­kel Se­bas­ti­an (l.) und Alex­an­der heute wie­der re­gel­mä­ßig tref­fen zu kön­nen.

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