Chris de Burgh: „Tren­nun­gen ha­ben uns im­mer gut­ge­tan“

Das Neue - - DIE­SE WO­CHE IN NEUE - Ul­ri­ke Ha­ge­mann

Nicht nur be­ruf­lich schwimmt der Sän­ger auf ei­ner un­auf­hör­li­chen Er­folgs­wel­le. Seit fast 40 Jah­ren ist Chris de Burgh (68) mit sei­ner Dia­ne (60) ver­hei­ra­tet! Das Ge­heim­nis sei­nes lan­gen Ehe­glücks? „Tren­nun­gen ha­ben un­se­rer Be­zie­hung im­mer gut­ge­tan“, ver­rät er.

Na­nu, lief in der Ehe al­so doch nicht im­mer al­les so ro­sig? Was ge­nau hin­ter den be­sag­ten Tren­nun­gen steckt, hat der Ire jetzt im ex­klu­si­ven In­ter­view mit „das neue“of­fen­bart.

Ih­re Frau und Sie sind schon so lan­ge ein Paar. Was ist Ihr Re­zept für ei­ne gu­te Ehe?

Po­si­tiv ist, dass sich bei uns kein All­tags­trott ein­schlei­chen kann, da ich sehr viel un­ter­wegs bin und wir nicht dau­ernd zu­sam­men sind. Tren­nun­gen ha­ben un­se­re Be­zie­hung im­mer be­flü­gelt. Man nimmt je­des Mal Ab­stand von­ein­an­der, sieht vie­les aus ei­ner an­de­ren Per­spek­ti­ve. Und zum Glück ha­ben wir nach den Tren­nun­gen im­mer wie­der zu­ein­an­der­ge­fun­den.

Strei­ten Sie sich gar nicht?

Na­tür­lich, das bleibt nicht aus. Man muss im­mer wie­der Stand­punk­te ver­tre­ten, die dem an­de­ren vi­el­leicht so nicht pas­sen. Aber wir sind ein ein­ge­spiel­tes Team und wis­sen, wie wir mit­ein­an­der um­ge­hen müs­sen. Das macht vie­les ein­fa­cher.

Be­spre­chen Sie mit Ih­rer Frau auch an­de­re Pro­ble­me?

Ich ma­che fast al­les mit mir aus. Na­tür­lich gibt es The­men, bei de­nen ich mei­ne Frau oder mei­ne Kin­der um Rat und nach ih­rer Ein­schät­zung fra­ge. Aber das sind eher Aus­nah­men. Ich bin ger­ne für an­de­re da, aber mit mei­nen ei­ge­nen Pro­ble­men möch­te ich nie­mand be­läs­ti­gen.

Ist dann das Tex­ten und Sin­gen ei­ne Art The­ra­pie für Sie?

Nein. Ich ma­che es, weil es mir Spaß macht und ich dar­aus Ener­gie zie­he. Nicht, weil ich ein Pro­blem zu lö­sen ha­be oder et­was da­mit ver­ar­bei­ten möch­te.

Ha­ben Sie schon ein­mal ans Auf­hö­ren ge­dacht?

Auf al­le Fäl­le. Ich weiß nie, wie lan­ge ich noch ar­bei­ten wer­de. Vi­el­leicht ist das ak­tu­el­le Al­bum schon mein letz­tes. Das hängt von mei­nem Pu­bli­kum ab, ob es mei­ne Lie­der noch hö­ren will und mich auf der Büh­ne se­hen möch­te. Wenn das nicht mehr so sein soll­te, hö­re ich auf. Und auch wenn es mir mal nicht mehr so gut geht und ich die Ar­beit nicht mehr be­wäl­ti­gen kann.

Den­ken Sie über den Tod nach?

Er ge­hört zum Le­ben – da kommt man nicht drum­her­um, dar­an zu den­ken. Aber ich zer­mar­te­re mir nicht den Kopf dar­über.

Wie sieht Ih­re Le­bens­phi­lo­so­phie aus?

Ich le­be im Hier. Das ist das Ein­zi­ge, was wir ha­ben. Die Ver­gan­gen­heit ist schon rum und die Zu­kunft erst spä­ter. Ich bin grund­sätz­lich ein po­si­tiv den­ken­der Mensch.

Stol­ze El­tern: der Sän­ger mit Ehe­frau Dia­ne (r.) und sei­ner er­folg­rei­chen Mo­delToch­ter Ro­san­na (32). 1974 lan­de­te Chris de Burgh sei­nen ers­ten Hit. Sei­ne pri­va­te Num­mer eins ist al­ler­dings sei­ne Frau, die er vier Jah­re spä­ter hei­ra­te­te. Im Mai ist er mit „A bet­ter World“auf Deutsch­land-Tour. „Vi­el­leicht mein letz­tes Al­bum“, sagt er.

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