Da­vid Bo­wie: DasCha­mä­le­on­des­Pop

Der schril­le Star wä­re die­se Wo­che 70 ge­wor­den. Doch letz­tes Jahr starb er un­er­war­tet

Das Neue - - DIESE WOCHE IN NEUE -

Als 2015 ein Na­me für ei­nen neu ent­deck­ten As­te­ro­iden ge­sucht wur­de, war die Wahl nicht schwer. Er wur­de nach Da­vid Bo­wie († 69) ge­tauft. Nach ei­nem Künst­ler, der eben­falls nicht von die­ser Welt zu sein schien: schrill, bunt, fas­zi­nie­rend an­ders. Da­vid Bo­wie war das Cha­mä­le­on des Pop. Am 8. Ja­nu­ar wä­re er 70 Jah­re alt ge­wor­den.

Da­bei be­gann die Kar­rie­re des Welt­stars 1967 mit ei­nem Flop, be­vor ihm mit „Space Od­di­ty“der Durch­bruch ge­lang. Ins­ge­samt 25 Al­ben ver­öf­fent­lich­te der Mul­ti-In­stru­men­ta­list, ver­kauf­te mehr als 140 (!) Mil­lio­nen Ton­trä­ger. Sein Er­folgs-Re­zept da­bei: sich im­mer wie­der neu zu er­fin­den. Vom Glamrock in den 70ern über ­Fun­kBlues wie bei sei­nem Hit „Let’s Dan­ce“(1983) bis hin zu sei­nem Come­back-Al­bum „Hea­then“2002.

Nichts schien ihn stop­pen zu kön­nen – au­ßer die ei­ge­ne Ge­sund­heit. Nach ei­nem Herz­in­farkt 2003 zog er sich nach New York zu­rück. Von da an zähl­te nur noch die Fa­mi­lie, sei­ne Frau Iman Ab­dul­ma­jid (61) und Toch­ter Alex­an­dria (16). Dro­gen ge­hör­ten der Ver­gan­gen­heit an. Kon­zer­te gab der Sän­ger eben­so nicht mehr, auch wenn er mu­si­ka­lisch ak­tiv blieb. Sein letz­tes Al­bum „Black­star“er­schien an sei­nem 69. Geburtstag, zwei Ta­ge vor sei­nem Krebs­tod.

In ei­nem In­ter­view sag­te Da­vid Bo­wie ein­mal: „Mich nervt die End­lich­keit des Le­bens. Jetzt, wo ich mich ver­ste­he, soll ich ster­ben? Ich will 300 wer­den.“Zu­min­dest sein mu­si­ka­li­sches Er­be wird ewig sein.

Mit Pilz­kopf und Gi­tar­ren-Sound brach­te er sein De­büt-Al­bum her­aus, ein Flop!

Sty­ling-Star! In den 70ern als Kunst­Fi­gur „Zig­gy Star­dust“.

Mit „Let’s Dan­ce“präg­te Da­vid Bo­wie die bun­ten 80er mit. Sei­ne Ehe mit An­gie (67) hielt zehn Jah­re. Sohn Dun­can (heu­te 45) ist er­folg­rei­cher Re­gis­seur.

Das Jahr des Come­backs, rei­fer und oh­ne Schmin­ke! Das Lä­cheln ei­ner Mu­sik­Le­gen­de! Als Da­vid Ro­bert Jones in Lon­don ge­bo­ren, als Da­vid Bo­wie zum Welt­star er­ko­ren. 1992 hei­ra­te­te Bo­wie das Su­per­mo­del Iman, 1997 be­kommt er ei­nen Stern auf dem „Walk of Fa­me“.

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