Me­di­zin: Die bes­ten Stra­te­gi­en ge­gen Er­käl­tungs­vi­ren

steigt die An­zahl der grip­pa­len In­fek­te ra­pi­de an. So kön­nen Sie sich wirk­sam wapp­nen

Das Neue - - DIESE WOCHE IN NEUE -

Verstopfte Na­se, Krat­zen im Hals und quä­len­der Hus­ten: Bis heu­te gibt es trotz mo­der­ner Me­di­zin kei­ne Imp­fung, die uns vor Er­käl­tun­gen schützt. Denn die für die­se Er­kran­kung ver­ant­wort­li­chen Vi­ren ver­än­dern sich stän­dig.

Den­noch sind wir den Er­re­gern nicht hilf­los aus­ge­setzt. Das kör­per­ei­ge­ne Im­mun­sys­tem sorgt da­für, dass Ein­dring­lin­ge von au­ßen ab­ge­wehrt wer­den. Doch Stress, un­ge­sun­de Er­näh­rung und zu we­nig Schlaf füh­ren da­zu, dass wir un­ge­wollt un­se­re Ab­wehr­kräf­te schwä­chen. Die Fol­ge: Der Schutz­me­cha­nis­mus ver­sagt und Er­re­ger ha­ben leich­tes Spiel, über un­se­re Schleim­häu­te ein­zu­drin­gen. Wie Sie Ih­re Ab­wehr jetzt am bes­ten stär­ken kön­nen und wel­che Stra­te­gi­en ge­gen ei­ne In­fek­ti­on schnell hel­fen:

1 Sorg­fäl­ti­ge Hy­gie­ne

Die Hän­de gründ­lich (und lan­ge ge­nug!) mit Was­ser und Sei­fe wa­schen – das ist der wirk-

sams­te Blo­cker von In­fek­ten.

So geht’s: Die Sei­fe 30 Se­kun­den gut in den Hän­den ver­rei­ben und auch die Dau­men, Fin­ger­kup­pen und -Zwi­schen­räu­me nicht ver­ges­sen. Ab­spü­len und hin­ter­her gut tro­cken rei­ben (im bes­ten Fall mit Pa­pier­hand­tü­chern).

2 Hei­len­de Wär­me

Be­reits bei den ers­ten Er­käl­tungs­an­zei­chen soll­ten Sie sich ein hei­ßes Voll­bad gön­nen. Denn die Wär­me ver­setzt den Kör­per in ei­ne Art „künst­li­ches Fie­ber“. Die Blut­ge­fä­ße in Haut und Mus­keln wei­ten sich, die Durch­blu­tung nimmt zu – und Immun­zel­len ge­lan­gen schnel­ler in die Schleim­häu­te, wo sie die Er­käl­tungs­vi­ren ef­fek­tiv be­kämp­fen kön­nen. Auch Fuß­bä­der, Schals, Tees oder Sup­pen brin­gen das Im­mun­sys­tem in Schwung.

3 Gu­te Er­näh­rung

Ach­ten Sie jetzt be­son­ders auf ei­ne ge­sun­de Er­näh­rung. Sie soll­ten vie­le Bal­last­stof­fe zu sich neh­men – die­se sind vor al­lem in Ge­mü­se und Voll­korn­pro­duk­ten ent­hal­ten. Mit pro­bio­ti­schen Le­bens­mit­teln (z. B. spe­zi­el­le Jo­ghurts) stär­ken Sie eben­falls Ih­re Ab­wehr­kräf­te. Denn sie sor­gen für ei­nen ge­sun­den Darm, und in die­sem Or­gan sit­zen über 80 Pro­zent der für un­ser Im­mun­sys­tem re­le­van­ten Zel­len.

4 Selbst­hei­lung

We­cken Sie dar­über hin­aus auch Ih­re Selbst­hei­lungs­kräf­te. Ei­ne ef­fek­ti­ve Übung da­für ist das be­wuss­te At­men, am bes­ten zehn Mi­nu­ten lang: Wenn Sie dop­pelt so lan­ge aus- wie ein­at­men, er­lebt Ihr Kör­per ei­ne voll­stän­di­ge Re­ge­ne­ra­ti­on. Ei­ne ver­lang­sam­te Aus­at­mung för­dert die Ent­span­nung und op­ti­miert den Sau­er­stoff­ge­halt im Blut. Die ro­ten Blut­kör­per­chen trans­por­tie- ren den Sau­er­stoff von der Lun­ge aus in den ge­sam­ten Or­ga­nis­mus. Das ist für die Ge­sund­heit der Zel­len le­bens­not­wen­dig.

5 Aus­rei­chend Schlaf

Min­des­tens sie­ben St­un­den Schlaf auf ei­nem pas­sen­den Kopf­kis­sen (am bes­ten 40 x 80 cm) – das hilft so­wohl vor­beu­gend als auch im Krank­heits­fall. Denn nur im Schlaf kann sich das Ab­wehr­sys­tem des Kör­pers auf die­je­ni­gen Pro­zes­se kon­zen­trie­ren, die jetzt am wich­tigs­ten sind: be­son­ders vie­le keim­tö­ten­de Zel­len zu pro­du­zie­ren und mög­lichst schnell mög­lichst vie­le An­ti­kör­per ge­gen die Ein­dring­lin­ge zu bil­den.

Früh­zei­tig han­deln: Schon bei den ers­ten An­zei­chen ei­nes In­fekts kön­nen wir ef­fek­tiv ge­gen­steu­ern.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.