Insuf­fi­zi­enz: Das Herz wird im­mer schwä­cher

Das Neue - - MEDIZIN -

Was ist das?: Rund 1,8 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land lei­den an ei­ner Herz­in­suf­fi­zi­enz: Die Pump­leis­tung des Herz­mus­kels sinkt im­mer wei­ter, der Kör­per be­kommt zu we­nig Sau­er­stoff. Be­trof­fe­ne kla­gen über Atem­not, ha­ben kei­ne Kraft mehr.

Die Dia­gno­se wird durch ei­ne kör­per­li­che Un­ter­su­chung ein­ge­lei­tet. Gibt es ty­pi­sche An­zei­chen wie Stau­ung in den Hals­ve­nen, Ras­sel­ge­räu­sche in der Lun­ge oder ei­ne Herz­ver­grö­ße­rung? Bei Ver­dacht bringt dann ei­ne spe­zi­el­le Ul­tra­schall-Un­ter­su­chung (Echo­kar­dio­gra­fie) Klar­heit.

Die Me­tho­de : Be­son­ders ge­fähr­lich ist die Insuf­fi­zi­enz, wenn bei­de Herz­kam­mern nicht mehr syn- chron, son­dern nach­ein­an­der schla­gen. Dank der neu­en kar­di­alen Re­syn­chro­ni­sa­ti­ons-The­ra­pie (CRT) drü­cken die Kam­mern das Blut wie­der gleich­zei­tig in den Kör­per. Da­zu set­zen Ärz­te ein Sti­mu­la­ti­ons-Sys­tem ein. Es be­steht aus ei­nem klei­nen De­fi­bril­la­tor, z. B. un­term Schlüs­sel­bein, und drei Elek­tro­den. Der „De­fi“reizt über die dün­nen Dräh­te an den rich­ti­gen Stel­len den Herz­mus­kel mit sanf­ten Strom­im­pul­sen – in­di­vi­du­ell an die Be­son­der­hei­ten des be­han­del­ten Her­zens an­ge­passt.

Klei­ner als ei­ne Vi­si­ten­kar­ten-Box: Der neue De­fi­bril­la­tor sti­mu­liert das Herz.

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