Klap­pen­feh­ler: Wenn sich das Blut aus­wei­tet

Das Neue - - MEDIZIN -

Was ist das? Die Herz­kam­mern sind mit Klap­pen aus­ge­stat­tet. Die­se Ven­ti­le sor­gen da­für, dass das Blut beim Pum­pen in die rich­ti­ge Rich­tung fließt. Öff­net und schließt ei­ne Herz­klap­pe nicht rich­tig, bleibt Blut in dem Or­gan zu­rück. die Fol­ge: Über­mä­ßi­ger Druck wei­tet mit der Zeit das Herz.

Die Dia­gno­se: Mit ei­nem Ste­tho­skop und durch Er­tas­ten der Herz­be­we­gun­gen kann ein er­fah­re­ner Fach­arzt (Kar­dio­lo­ge) ei­nem Herz­klap­pen­feh­ler auf die Spur kom­men. Die wich­tigs­te Un­ter­su­chung, um den Ver­dacht zu klä­ren, ist die Echo­kar­dio­gra­fie. Da­zu schiebt der Arzt ei­ne dün­ne Ul­tra­schall­son­de durch die Spei­se­röh­re bis in Herz­hö­he.

Die Me­tho­de: Frü­her wur­de am of­fe­nen Her­zen ei­ne künst­li­che Klap­pe ein­ge­setzt. Jetzt er­for­dert die Trans­ka­the­ter-Aor­ten­klap­pen-Im­plan­ta­ti­on (TAVI) nur noch ei­nen Schnitt in der Leis­ten­beu­ge. Die Klap­pe steckt in ei­nem Draht­kä­fig (Stent). Der Ope­ra­teur führt sie über Schlag­adern bis in die kran­ke Herz­klap­pe und ent­fal­tet sie dort: Sie füllt das ge­schä­dig­te Ven­til auf. Das pas­siert oh­ne Herz-Lun­gen-Ma­schi­ne.

o Die künst­li­che Herz­klap­pe (bei­ge) wird per Ka­the­ter im Ge­fäß po­si­tio­niert und dann ent­fal­tet.

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