Un­ser Ex­per­ten-Rat: „Wich­tig sind vor al­lem re­gel­mä­ßi­ge Kon­trol­len.“

Das Neue - - MEDIZIN - Prof. Dr. Ju­lia­ne Win­kel­mann, Fach­ärz­tin für Neu­ro­lo­gie, München

Wann ist ein Be­such beim Arzt rat­sam?

Wenn die Be­schwer­den mit Selbst­hil­fe-Maß­nah­men nicht in den Griff zu be­kom­men sind, soll­ten Sie ei­nen Arzt auf­su­chen. Wich­tig ist, bei Sym­pto­men nicht zu lan­ge zu war­ten. Denn Be­trof­fe­ne lei­den häu­fig in­fol­ge des Rest­less-Legs-Syn­droms (RLS) auch un­ter Schlaf­stö­run­gen, ver­min­der­ter Leis­tungs­fä­hig­keit, Er­schöp­fung so­wie Nie­der­ge­schla­gen­heit. Dann kann ei­ne Be­hand­lung et­wa mit Do­pa­minPrä­pa­ra­ten sinn­voll sein.

Was kann ich tun, wenn die The­ra­pie nicht hilft?

Es kommt vor, dass Pa­ti­en­ten die Be­hand­lung mit so­ge­nann­ten Do­pa- mi­ner­gi­ka nicht ver­tra­gen, die Wir­kung nicht mehr aus­reicht oder die Sym­pto­me – trotz der Arz­nei­en – stär­ker wer­den. Des­halb ist es wich­tig, dass die me­di­ka­men­tö­se The­ra­pie re­gel­mä­ßig über­prüft wird. Am bes­ten kön­nen Be­trof­fe­ne zu­sam­men mit ih­rem Arzt her­aus­fin­den, ob ei­ne An­pas­sung der Be­hand­lung er­for­der­lich ist. Bei schwer be­trof­fe­nen Pa­ti­en­ten kann das Rest­less-Legs-Syn­drom mit so­ge­nann­ten re­tar­dier­ten Opi­oi­den be­han­delt wer­den. Die­se wer­den in der Schmerz­the­ra­pie schon lan­ge an­ge­wen­det und set­zen den Wirk­stoff ver­zö­gert frei.

Sind Ne­ben­wir­kun­gen zu er­war­ten?

Opi­oi­de kön­nen bei ­an­fäng­li­cher Ein­nah­me zu Mü­dig­keit und Übel­keit füh­ren. Die Sym­pto­me ver­bes­sern sich im ­Nor­mal­fall je­doch be­reits nach ei­ni­gen Ta­gen.

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