Joa­chim Lu­ger: „Ich kann nichts weg­wer­fen!“. .

Die Nach­kriegs­jah­re ha­ben den „Lin­den­stra­ße“-Star sehr ge­prägt Und sei­ner Frau macht das nichts aus

Das Neue - - DIESE WOCHE IN DAS NEUE - T. & T

Es gibt Er­fah­run­gen im Le­ben, die ei­nen auch nach Jahr­zehn­ten nicht los­las­sen. Joa­chim Lu­ger (73) kennt die­ses Ge­fühl. „Va­ter Bei­mer“aus der Kult­se­rie „Lin­den­stra­ße“ist so ge­prägt von den Nach­kriegs­jah­ren, dass er im In­ter­view mit „das neue“ver­rät: „Ich kann ein­fach nichts weg­wer­fen!“

Da­bei weiß der Schau­spie­ler, der 1943 zur Welt kam, ganz ge­nau, wo­von er spricht. „Ich kom­me aus ei­nem sehr be­schei­de­nen Haus­halt. Ich ha­be sehr be­wusst die Nach­kriegs­jah­re er­lebt. Wir muss­ten im­mer spa­ren“, sagt Joa­chim Lu­ger, der in Ber­lin auf­wuchs und in­zwi­schen in Bochum lebt. „Bei uns wur­den Din­ge nicht ein­fach weg­ge­wor­fen, son­dern sie wur­den auf­ge­ho­ben, weil man sie si­cher noch an­ders nut­zen kann.“

Sei­ne Ehe­frau An­ge­li­ka (65) scheint da­mit kein Pro­blem zu ha­ben. „Wir sind seit 35 Jah­ren zu­sam­men – und noch im­mer ver­hei­ra­tet“, scherzt er. Vi­el­leicht auch, weil sich Joa­chim Lu­ger ge­bes­sert hat: „Ich ha­be lan­ge Zeit al­les auf­ge­ho­ben, aber ich ver­su­che, das ab­zu­trai­nie­ren, weil man an­sons­ten in Din­gen um­kommt.“

„Auf Ren­te ha­be ich noch kei­ne Lust“; sagt Joa­chim Lu­ger. Seit 31 Jah­ren spielt er in der „Lin­den­stra­ße“. Ehe­frau An­ge­li­ka kann mit den Ei­gen­hei­ten ih­res Liebs­ten gut um­ge­hen.

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