Ihr gu­tes Recht im Kran­ken­haus

Stu­di­en be­le­gen: Wer weiß, was ihm zu­steht, ist schnel­ler wie­der ge­sund

Das Neue - - MEDIZIN -

Ein­mal nicht auf­ge­passt – und schon ist man bö­se ge­stürzt und muss ins Kran­ken­haus. Dann ist es gut, wenn man weiß, was ei­nem dort zu­steht. Stu­di­en zei­gen näm­lich, dass Pa­ti­en­ten schnel­ler ge­ne­sen, wenn Sie das Ge­fühl ha­ben, rund­um gut be­han­delt zu wer­den. Wir be­ant­wor­ten des­halb hier die häu­figs­ten Fra­gen.

Kann ich mich in ei­ner Ber­li­ner Kli­nik von ei­nem Spe­zia­lis­ten be­han­deln las­sen, wenn ich in Köln woh­ne?

Selbst­ver­ständ­lich. In Deutsch­land gilt die freie Kran­ken­haus­wahl. Vor­aus­set­zung ist, dass das Kran­ken­haus ei­nen Ver­trag mit der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung hat. Die Rei­se­kos­ten müs­sen Sie aber pri­vat zah­len.

Der Be­such mei­ner Zim­mer­nach­ba­rin ist im­mer so laut. Was kann ich da­ge­gen tun?

Be­such ist für Pa­ti­en­ten ei­ne will­kom­me­ne Ab­wechs­lung und kann die Ge­ne­sung po­si­tiv be­ein­flus­sen. Doch wenn der Tru­bel Sie stresst, soll­ten Sie das Pro­blem of­fen an­spre­chen. Da­bei kann auch die Sta­ti­ons­schwes­ter be­hilf­lich sein. Für schwie­ri­ge Fäl­le gibt es in vie­len Kli­ni­ken au­ßer­dem ei­nen Om­buds­mann (Schieds­per­son), der Sie be­ra­ten kann.

Wer­de ich auch oh­ne Ver­si­cher­ten­kar­te be­han­delt?

Nur im Not­fall. Das Kran­ken­haus kann Ih­nen die Mög­lich­keit ge­ben, die Karte nach­zu­rei­chen. Da­mit soll­ten Sie sich aber nicht mehr als zehn Ta­ge Zeit las­sen, sonst müs­sen Sie die Kos­ten un­ter Um­stän­den aus ei­ge­ner Ta­sche zah­len.

Abends ein­ge­lie­fert, mor­gens ent­las­sen. Muss ich da über­haupt ei­ne Zu­zah­lung leis­ten?

Ja, das müs­sen Sie – und zwar für zwei Ta­ge. Denn so­bald sie sta­tio­när auf­ge­nom­men sind, zählt je­der Ka­len­der­tag, selbst wenn Sie nur ei­ne St­un­de dort wa­ren und be­han­delt wur­den.

Muss ich nach ei­nem Be­hand­lungs­feh­ler wie­der zum sel­ben Arzt?

Nein. Nie­mand kann ver­lan­gen, dass Sie sich von dem Arzt noch ein­mal ope­rie­ren las­sen, der bei Ih­nen ei­nen Be­hand­lungs­feh­ler be­gan­gen hat.

Bei Sor­gen und Nö­ten kön­nen sich Pa­ti­en­ten im­mer an das Pfle­ge­per­so­nal wen­den.

Kei­ne Sor­ge: Auch wenn Sie Ih­re Ver­si­cher­ten­kar­te ein­mal nicht da­bei ha­ben soll­ten, wer­den Sie im Not­fall be­han­delt.

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