Als Be­trü­ger von der Po­li­zei ge­jagt

Der TV-An­walt ge­riet selbst in die Vi­sier der Jus­tiz

Das Neue - - DIESE WOCHE IN - L. K.

Das hät­te wohl kaum ein Mensch von ihm ge­dacht. In­go Len­ßen (56) ist selbst schon in das Vi­sier der Jus­tiz ge­ra­ten. Als Be­trü­ger wur­de der be­kann­te TVAn­walt so­gar von der Po­li­zei ge­jagt. Das ge­stand er jetzt im In­ter­view mit „das neue“.

Au­ßer­dem ver­rät der Fach­an­walt für Straf­recht, an wen er sich wen­det, wenn er selbst Pro­ble­me hat, was zu sei­nem per­fek­ten Sty­ling ge­hört und wie lan­ge er mor­gens im Bad braucht.

Sie sind selbst schon mal mit dem Ge­setz in Kon­flikt ge­ra­ten. Wie kam es da­zu?

Tat­säch­lich lief ein Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ge­gen mich. Fol­gen­des war pas­siert: Ich war da­mals mit mei­nem noch sehr klei­nen Sohn und mei­ner Frau auf dem Weg von Dreh­ar­bei­ten nach Hau­se. Der Klei­ne be­kam Hun­ger und wir hiel­ten an ei­ner Rast­stät­te, um zu es­sen und zu tan­ken. Wir ha­ben das Es­sen be­zahlt, sind ins Au­to ge­stie­gen und wei­ter­ge­fah­ren. Drei Mo­na- te spä­ter hat­te ich ei­nen Brief der Staats­an­walt­schaft im Brief­kas­ten: Er­mitt­lungs­ver­fah­ren we­gen Be­trugs! Tja, wir hat­ten ver­ges­sen, das Ben­zin zu be­zah­len. Das war ein Er­leb­nis. Da ist mir mal so rich­tig das Herz in die Ho­se ge­rutscht (lacht).

Da­bei han­del­te es sich be­stimmt um ein Ver­se­hen, oder?

Na klar! Ich bin da­von aus­ge­gan­gen, dass mei­ne Frau be­zahlt hat. Sie ist eben da­von aus­ge­gan­gen, dass ich das Ben­zin be­zahlt ha­be. Das Ver­se­hen ha­be ich so der Staats­an­walt­schaft ge­schil­dert und das Ver­fah­ren wur­de na­tür­lich ein­ge­stellt. Da­nach ha­be ich un­ver­züg­lich ei­nen rie­si­gen Ge­schenk­korb an die Rast­stät­te ge­schickt, mich für das Ver­se­hen ent­schul­digt und na­tür­lich auch die Ben­zin­rech­nung be­zahlt.

An wen wen­den Sie sich ei­gent­lich, wenn Sie selbst mal Pro­ble­me be­kom­men?

Ich ha­be vie­le Be­kann­te und Freun­de, die im ju­ris­ti­schen Be­reich ar­bei­ten. Und wenn ich selbst mal Rat su­che, ru­fe ich ei­nen von ih­nen an.

Ihr Mar­ken­zei­chen ist zwei­fels­oh­ne Ihr Zwir­bel­bart. Wie viel Zeit ver­brin­gen Sie mor­gens im Ba­de­zim­mer, da­mit der Bart sitzt?

Nur drei Mi­nu­ten. Ich ver­rei­be Haar­gel und Haar­lack zwi­schen den Fin­ger­spit­zen, rei­be es in den Bart und föh­ne ihn – und dann bin ich fer­tig.

Zum per­fek­ten Sty­ling ge­hört ja auch das idea­le Out­fit. Wie vie­le An­zü­ge hän­gen denn in Ih­rem Klei­der­schrank?

Da wer­de ich zum Glück von ei­nem Aus­stat­ter un­ter­stützt, des­halb kann ich das gar nicht so ge­nau sa­gen. Wenn sie ein oder zwei Jah­re alt sind, wer­den die An­zü­ge aus dem Schrank sor­tiert und die nächs­ten kom­men rein. Am En­de wer­den es aber im­mer cir­ca 50 An­zü­ge sein.

Der mar­kan­te Zwir­bel­bart ist zu sei­nem Mar­ken­zei­chen ge­wor­den! Für das per­fek­te Sty­ling braucht In­go Len­ßen nur drei Mi­nu­ten.

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