So bleibt Ih­re Bla­se ge­sund

Schmerz­haft und un­an­ge­nehm – aber zum Glück kön­nen Sie Harn­weg­sin­fek­te selbst be­kämp­fen oder ih­nen vor­beu­gen

Das Neue - - MEDIZIN -

Je­de zwei­te Frau hat sie min­des­tens ein­mal im Le­ben: ei­ne Bla­sen­ent­zün­dung. Dass das Pro­blem bei Män­nern so gut wie nie auf­tritt, ver­dan­ken sie der Na­tur – ih­re Harn­röh­re ist ein­fach et­was län­ger, des­halb ha­ben es Krank­heits­er­re­ger schwer, in die Bla­se zu ge­lan­gen. Zu den ty­pi­schen Sym­pto­men zäh­len häu­fi­ger Harn­drang so­wie Schmer­zen beim Was­ser­las­sen. Ver­küh­lun­gen und ein schwa­ches Im­mun­sys­tem be­güns­ti­gen den In­fekt. Hier er­fah­ren Sie, wie Sie Ih­re Bla­se ge­sund hal­ten kön­nen.

Kür­bis ge­gen Er­re­ger

Es ist wis­sen­schaft­lich be­wie­sen, dass die Stof­fe aus dem Kür­bis nicht nur bei Bla­sen­schwä­che, son­dern auch bei ge­reiz­ter Bla­se hel­fen. Der Grund: Die dar­in ent­hal­te­nen pflanz­li­chen Hor­monstof­fe, so­ge­nann­te Li­gna­ne, he­ben bei Frau­en den Spie­gel des männ­li­chen Se­xu­al­hor­mons Tes­to­ste­ron an. Da­durch wird die Be­cken­bo­den­mus­ku­la­tur ge­stärkt und dem Drang­ge­fühl ent­ge­gen­ge­wirkt. Der Kür­bis för­dert au­ßer­dem die Was­ser­ab­ga­be, so­dass Bak­te­ri­en schnell aus der Bla­se ge­spült wer­den. Die Emp­feh­lung bei aku­ten Be­schwer­den und zur Vor­sor­ge lau­tet: drei Tee­löf­fel Kür­bis­kern-Öl oder zehn Gramm Ker­ne täg­lich. Au­ßer­dem soll­ten täg­lich min­des­tens zwei Li­ter Flüs­sig­keit – am bes­ten stil­les Was­ser oder un­ge­süß­ter Tee – ge­trun­ken wer­den.

Bee­ren schwem­men Bak­te­ri­en aus

Cr­an­ber­ries ent­hal­ten Stof­fe, auch Pro­ant­ho­cya­ni­di­ne ge­nannt, die das An­haf­ten von Bak­te­ri­en an der Bla­sen­wand ver­hin­dern kön­nen. Emp­foh­len wer­den zur Vor­sor­ge und im Akut­fall zwei Glä­ser Schor­le mit dem ro­ten Saft täg­lich.

Pflan­zen­kraft aus der Apo­the­ke

Hat Sie trotz al­ler Vor­beu­gung doch ein Bla­sen­in­fekt er­wischt, hel­fen Prä­pa­ra­te mit der Wirk­stoff-Kom­bi­na­ti­on aus Gold­ru­te, Or­tho­si­phon und Hau­he­chel. Al­le drei Heil­pflan­zen wir­ken harn­trei­bend und spü­len so die Er­re­ger aus der Bla­se her­aus. Die Gold­ru­te hemmt zu­dem die Ent­zün­dung. Die Or­tho­si­phonPflan­ze hat krampf­lö­sen­de und schmerz­lin­dern­de Ei­gen­schaf­ten. Stu­di­en zei­gen, dass die Heil­pflan­ze die Fä­hig­keit bak­te­ri­el­ler Er­re­ger ver­rin­gert, sich auf der Bla­sen­schleim­haut fest­zu­set­zen. Das Aus­spü­len der Kei­me wird so er­leich­tert und die Ge­fahr ei­ner er­neu­ten In­fek­ti­on deut­lich ge­senkt.

Wär­me und Ru­he för­dern ef­fek­tiv die Hei­lung.

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