Rat­ge­ber:

Im Sü­den alt wer­den – da­für ent­schei­den sich im­mer mehr Deut­sche. Was es beim Wohn­sitz­wech­sel un­be­dingt zu be­ach­ten gilt

Das Neue - - AUFATMEN -

Ru­he­stand im Aus­land

Mil­des Kli­ma und mehr Son­nen­ta­ge: gu­te Grün­de für den Ru­he­stand im Sü­den. Die ge­setz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung zahlt der­zeit rund 1,75 Mil­lio­nen Ren­ten ins Aus­land. Ei­ni­ge Fragen sind al­ler­dings zu klä­ren, be­vor der Traum von der Ren­te im War­men wirk­lich wahr wer­den kann.

Was sagt die Ver­si­che­rung?

Die si­chers­te Lö­sung ist, den Haupt­wohn­sitz in Deutsch­land zu be­hal­ten und nur den größ­ten Teil des Jah­res im Aus­land zu ver­brin­gen. Dann än­dert sich für Sie kaum et­was und Sie müs­sen nie­man­den in­for­mie­ren. Zie­hen Sie ganz um, müs­sen Sie das vor­ab dem Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger und der Kran­ken­kas­se mel­den. Är­ger­li­ches kann Ries­ter-Rent­nern be­vor­ste­hen: Wen es nach Über­see, zum Bei­spiel nach Flo­ri­da zieht, muss Zu­la­gen und Steu­er­vor­tei­le zu­rück­zah­len. Schnell kom­men so meh­re­re Tau­send Eu­ro zu­sam- men. Wer im Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raum (EWR) bleibt – al­so in den EU-Staa­ten zu­züg­lich Liech­ten­stein, Is­land und Nor­we­gen – zahlt nichts zu­rück. Be­vor Sie dau­er­haft um­zie­hen, las­sen Sie sich am bes­ten von der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung (Tel.: 08 00/1 00 04 80 70) in­di­vi­du­ell be­ra­ten.

Bei der Kran­ken­ver­si­che­rung gilt oft: Als Rent­ner in ei­nem an­de­ren EU-Land müs­sen Sie Ih­ren Kran­ken­ver­si­che­rer nicht wech­seln, er­hal­ten aber auch nur die Leis­tun­gen, die dort für ge­setz­lich Ver­si­cher­te üb­lich sind. Zum Bei­spiel wer­den in Spa­ni­en Zahn­arzt­be­such und Zahn­er­satz aus ei­ge­ner Ta­sche be­zahlt. Das gilt dann auch für Sie.

Steu­er- Fragen klä­ren

Nicht nur die Ren­te, son­dern auch de­ren Be­steue­rung gilt es zu be­den­ken: Deut­sche Steu­er­vor­tei­le wie der Frei­be­trag von ak­tu­ell 8652 Eu­ro und das Ehe­gat­ten­split­ting fal­len im Aus­land zum Bei­spiel weg.

Wei­te­re steu­er­li­che Fragen zur Aus­lands­ren­te be­ant­wor­tet das Fi­nanz­amt Neu­bran­den­burg (Tel. 03 95/44 22 24 70 00).

Das neue Le­ben „ tes­ten“

Als Ur­lau­ber lernt man den All­tag – mit Arzt­be­su­chen und Be­hör­den­gän­gen – ei­nes Lan­des kaum ken­nen. Ide­al ist es des­halb, ei­nen län­ge­ren Auf­ent­halt mit ei­nem Sprach­kurs vor Ort zu kom­bi­nie­ren. So er­fah­ren Sie viel über das „ech­te“Le­ben im Zi­el­land und kön­nen zu Ein­hei­mi­schen Kon­takt auf­neh­men. Eng­lisch oder gar Deutsch spre­chen in vie­len be­lieb­ten Län­dern nur die Kell­ner oder Ho­te­liers.

Tschüss, grau­es Ar­beits­le­ben! Wie wä­re es nun mit ei­nem Neu­an­fang im Traum­land?

Lei­der steht der lei­di­ge Pa­pier­kram auch bei ei­ner Ren­te un­ter Pal­men an.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.