Jo­chen Bus­se: Mit 76 noch lan­ge nicht in Ren­te

Das Neue - - DIESE WOCHE IN - W. W.

Lan­ge Jah­re zähl­te er zu den be­lieb­tes­ten Ko­mi­kern Deutsch­lands. Im In­ter­view mit „das neue“er­zählt Jo­chen Bus­se über sein Al­ter, sei­ne Ängs­te und die Be­zie­hung zu sei­ner Frau Con­stan­ze Volk­ner (52). Mit 76 denkt er noch lan­ge nicht an Ren­te!

Am 9. März star­tet der TVS­tar mit der Pre­mie­re zu sei­ner neu­en Sit­com „Nicht tot zu krie­gen“als gna­den­lo­ser Ver­mie­ter noch ein­mal durch. Pri­vat ist er sehr har­mo­nie­be­dürf­tig. Was ge­hört für Sie zum Glück­lich­sein?

So­lan­ge ich ge­sund bin und mein Le­ben so le­ben kann, bin ich sehr glück­lich und zu­frie­den.

Hat­ten Sie mal den Ge­dan­ken, mit 70 in Ren­te zu ge­hen?

Ich woll­te im­mer ger­ne alt wer­den – und das mit mei­nem Be­ruf. Das, was ich jetzt ma­che, woll­te ich mein gan­zes Le­ben lang ma­chen, da­zu war ich nur zu jung – und jetzt bin ich im rich­ti­gen Al­ter. Mit 76 sind Sie sehr fit! Wie ma­chen Sie das?

Mor­gens ma­che ich Übun­gen mit mei­nem Hu­la-Ho­op-Rei­fen. Dann schla­fe ich mit­tags 20 Mi­nu­ten. Und am Nach­mit­tag ma­che ich mei­ne Yo­ga-Übun­gen. Wo­vor ha­ben Sie Angst? Ich ha­be Angst vor ei­ner Al­ters­de­pres­si­on! Ich fürch­te mich auch vor De­menz. Die Ge­fahr, dar­an zu er­kran­ken, ist grö­ßer ge­wor­den. Denn heu­te wer­den wir al­le äl­ter! Was ma­chen Sie da­ge­gen?

Ne­ben mei­nen Übun­gen ler­ne ich viel Text. Mag schon sein, dass mich das auf Tr­ab hält. Ih­re Frau hat Zwil­lin­ge (12) mit in die Ehe ge­bracht. Hal­ten die Kin­der Sie auch jung?

Sie tun mir gut, wol­len je­doch par­tout nicht ein­se­hen, dass ich alt bin. Wenn sie mich fra­gen, wie alt ich bin, und ich ih­nen sa­ge ‚76‘, dann wol­len sie das nicht hö­ren (lacht). Wie funk­tio­niert ei­gent­lich Ih­re vier­te Ehe?

Sehr gut. Wir füh­ren ei­ne Re­spekt-Ehe. Was mei­nen Sie da­mit?

Für mich be­deu­tet das, sich zu tren­nen, wenn es geht, zum Bei­spiel im Ba­de­zim­mer. Es heißt für mich auch, dem an­de­ren im­mer ge­pflegt un­ter­zu­kom­men. Wo­bei ge­pflegt für den gan­zen Kör­per gilt und nicht nur Haa­re käm­men (lä­chelt). Wie sieht ih­re Work-Li­fe-Ba­lan­ce aus?

Schwer zu sa­gen. Denn das Ar­bei­ten ist bei mir nicht ne­ga­tiv be­setzt. Ma­chen Sie ei­gent­lich Ur­laub?

Zu­letzt war ich zwölf Ta­ge in Asi­en. Ich ma­che re­gel­mä­ßig ei­ne Ayur­ve­da-Kur. Und ich ha­be ein klei­nes Re­fu­gi­um in Ber­lin, wo ich mich ent­span­ne.

Jo­chen Bus­se denkt noch lan­ge nicht ans Auf­hö­ren. Er wagt mit 76 ei­nen Neu­an­fang. Mit sei­ner Ehe­frau Con­stan­ze ist er seit neun Jah­ren glück­lich ver­hei­ra­tet.

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