„Ich bin ein Steh­auf­männ­chen“

Die Schau­spie­le­rei gibt ihr Kraft!

Das Neue - - TV-STARS DER WOCHE - Eleo­no­re Weis­ger­ber

Schon im Al­ter von zehn Jah­ren woll­te sie Schau­spie­le­rin wer­den. Die­sen Be­rufs­wunsch hat sich Eleo­no­re Weis­ger­ber (68) En­de der 60er-Jah­re er­füllt. Im In­ter­view mit „das neue“ver­rät die Wahl-Ber­li­ne­rin of­fen, wie we­nig Ren­te sie be­kommt, und er­zählt: „Ich bin ein Steh­auf­männ­chen!“Wo­rum geht es in Ih­rem neu­en Film „Cha­os-Queens: Für je­de Lö­sung ein Pro­blem“?

Ich spie­le da­rin die stets gut ge­laun­te Mut­ter ei­ner de­pres­si­ven Toch­ter. Ich fin­de es amü­sant, dass der Spieß dies­mal um­ge­dreht wird: Nicht die Mut­ter ist schlecht drauf, son­dern die Toch­ter. Im Schau­spiel­be­ruf geht es im­mer wie­der auf und ab. Was gibt Ih­nen Kraft?

Mei­ne Ar­beit, denn ich bin ein Steh­auf­männ­chen. Wahr­schein­lich hilft mir da auch mein Op­ti­mis­mus. Hat Sie ei­ne Rol­le schon ein­mal so mit­ge­nom­men, dass Sie sie nicht wie­der los­wur­den?

Nein. Für mich hat mein Be­ruf auch mit Hand­werk zu tun. Ist die Schau­spie­le­rei auch mit nur 887 Eu­ro Ren­te noch Ihr Traum­be­ruf?

Ab­so­lut! Mitt­ler­wei­le ha­be ich ei­ne Ren­ten­er­hö­hung be­kom­men und krie­ge jetzt über 900 Eu­ro (lä­chelt). Mit Kol­le­ge Joa­chim Blie­se (81) ha­ben Sie zwei er­wach­se­ne Kin­der. Gibt es ei­nen Mann in Ih­rem Le­ben?

Nein, ich le­be al­lein in Ber­lin. Ich bin sehr zu­frie­den mit mei­nem Le­ben, so wie es ist! Was macht Sie glück­lich?

Mei­ne Freun­de, viel Be­we­gung und un­ter Bäu­men lie­gen. Sie en­ga­gie­ren sich pri­vat für die „in Ba­lan­ce – Stif­tung für bi­po­la­re Stö­run­gen“?

Das ist mir sehr wich­tig. Ich ha­be sie ge­grün­det, um die Öf­fent­lich­keit dar­über zu in­for­mie­ren.

Wür­den Sie sa­gen es ist Ihr Le­bens­werk?

Kann man so sa­gen. Ich wer­de die Stif­tung tes­ta­men­ta­risch auf­neh­men und wei­ter­rei­chen!

Füh­len Sie sich als vier­fa­che Oma im Ren­ten­al­ter an­ge­kom­men?

Nein. Da­von füh­le ich mich noch ziem­lich weit ent­fernt! Für mich ist mein Be­ruf auch gleich­zei­tig Be­ru­fung! Er wird nie lang­wei­lig! W. W.

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