Schlag­an­fall – das Le­ben geht wei­ter

Knapp 270 000 Men­schen er­lei­den je­des Jahr ei­nen Ge­hirn­schlag. Auch nach der The­ra­pie kön­nen Be­trof­fe­ne viel für sich tun

Das Neue - - MEDIZIN -

Plötz­lich ist nichts mehr wie es war. Ein Schlag­an­fall be­deu­tet für die Be­trof­fe­nen ei­ne ra­di­ka­le Ve­rän­de­rung und vie­le Ein­schrän­kun­gen. Dank mo­der­ner The­ra­pi­en kön­nen vie­le Pa­ti­en­ten völ­lig ge­heilt wer­den und ein nor­ma­les Le­ben füh­ren. Wie der All­tag da­nach am bes­ten ge­meis­tert wer­den kann:

All­tags­tä­tig­kei­ten wie­der er­ler­nen

Wich­tig ist, mög­lichst schnell nach dem Schlag­an­fall mit ei­ner The­ra­pie zu be­gin­nen. So ver­küm­mern die im be­trof­fe­nen Hirn­are­al noch vor­han­de­nen Fä­hig­kei­ten nicht. Je eher, des­to hö­her die Er­folgs­chan­cen für ei­ne kom­plet­te Ge­ne­sung. Vie­le Be­trof­fe­ne müs­sen ih­re Be­weg­lich­keit und All­tags­tä­tig­kei­ten wie­der er­ler­nen, wie et­wa das An­zie­hen, Zäh­ne­put­zen oder Tisch­de­cken. Für an­de­re Pa­ti­en­ten steht die The­ra­pie der Sprech­pro­ble­me im Vor­der­grund. Aus­ge­bil­de­te Lo­go­pä­den un­ter­süt­zen sie da­bei.

Un­be­dingt er­höh­ten Blut­druck sen­ken

Doch es gilt vor al­lem, wei­te­ren Schlag­an­fäl­len ef­fek­tiv vor­zu­beu­gen. Pa­ti­en­ten lei­den häu­fig an ei­ner ver­rin­ger­ten Durch­blu­tung im Ge­hirn.

Die Ein­nah­me blut­druck­sen­ken­der Me­di­ka­men­te kann Ab­hil­fe schaf­fen. So­ge­nann­te ACE-Hem­mer hel­fen, Ge­fäß­ver­en­gun­gen zu ver­hin­dern. Be­ta-Blo­cker wie­der­um hem­men die Frei­set­zung be­stimm­ter Hor­mo­ne und beu­gen so dem Blut­hoch­druck vor.

Klei­ne Hil­fen im All­tag

Nach ei­nem Schlag­an­fall soll­te in der Woh­nung nichts im Weg lie­gen. Stol­per­fal­len wie Tep­pi­che soll­ten be­sei­tigt wer­den. Schna­bel­tas­sen er­leich­tern oft­mals das Trin­ken, Griff­ver­di­ckun­gen am Be­steck das Es­sen. Du­schen ge­lingt bes­ser im Sit­zen mit ei­nem Ho­cker. An­statt ei­nes Hand­tuchs kön­nen saug­fä­hi­ge Frot­tee­ba­de­män­tel zum Ab­trock­nen ge­nutzt wer­den.

Die Übun­gen der Phy­sio­the­ra­pie wer­den auf die Be­dürf­nis­se der Pa­ti­en­ten in­di­vi­du­ell ab­ge­stimmt.

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