John Tra­vol­ta:

John Tra­vol­ta 40 Jah­re nach „Sa­tur­day Night Fe­ver“

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Un­glaub­li­ches Come­back in­Hol­ly­wood

Vie­le ha­ben ihr Glück in Hol­ly­wood ver­sucht, et­liche von ih­nen sind ge­schei­tert. Ei­ner, den es auch fast er­wischt hät­te, ist John Tra­vol­ta. Vor 40 Jah­ren wur­de er mit „Sa­tur­day Night Fe­ver“zum Su­per­star, um kurz dar­auf wie­der in der Ver­sen­kung zu ver­schwin­den. Erst Jah­re spä­ter fei­er­te der heu­te 63-Jäh­ri­ge ein un­glaub­li­che Come­back in Ame­ri­kas Traum­fa­brik!

Hö­he­punk­te und Tief­schlä­ge – das Le­ben als Schau­spie­ler kann in Hol­ly­wood ganz schön hart sein. Da­von kann auch John Tra­vol­ta ein Lied sin­gen. Mit­te der 70er-Jah­re hat­te der Halb-Ita­lie­ner, der in der Nä­he von New York auf­wuchs, be­reits ers­te Er­fol­ge als Star in der ame­ri­ka­ni­schen TV-Se­rie „Wel­co­me Back, Kot­ter“. Bis zu 10 000 Fan-Brie­fe er­reich­ten pro Tag den US-Sen­der „ABC“– vor­nehm­lich von jun­gen Mäd­chen, die sich in den smar­ten John­ny ver­liebt hat­ten.

Der schüch­ter­ne Jun­ge aus New York wird über Nacht zum Welt­star!

Doch als er 1977 die Haupt­rol­le in „Sa­tur­day Night Fe­ver“über­nahm, wur­de der ei­gent­lich schüch­ter­ne Jun­ge, wie er sich selbst be­zeich­net, zum ab­so­lu­ten Welt­star. Selbst pro­mi­nen­te Da­men wie La­dy Dia­na († 36) la­gen ihm zu Fü­ßen. Ein Ruhm, mit dem er nicht rech­nen und auch nicht um­ge­hen konn­te.

Hil­fe und Halt fand er da­bei vor al­lem bei der ei­ge­nen Fa­mi­lie und Le­bens­ge­fähr­tin Dia­na Hy­land. Die Schau­spie­le­rin, die 18 Jah­re äl­ter war als John, war sein Fels in der Bran­dung. Aber dann der Schock! Mit nur 41 Jah­ren er­lag sei­ne Ge­lieb­te 1977 ei­nem Krebs­lei­den, nur ein Jahr spä­ter starb auch noch sei­ne Mut­ter He­len († 66).

Für John Tra­vol­ta brach ei­ne Welt zu­sam­men. Er zog sich aus der Öf­fent­lich­keit zu­rück, sag­te et­liche Film­an­ge­bo­te ab! In­di­rekt mach­te er so­mit zwar Tom Crui­se (54, „Top Gun – Sie fürch­ten we­der Tod noch Teu­fel“) oder Richard Ge­re (67, „Ein Of­fi­zier und Gen­tle­man“), die die Rol­len über­nah­men, zu Stars, sein ei­ge­ner Stern sank aber gleich­zei­tig. Denn in Hol­ly­wood gilt: Wer kei­ne Fil­me macht, ge­rät in Ver­ges­sen­heit.

Es dau­er­te über zehn Jah­re, bis John Tra­vol­ta sich von den Schick­sals­schlä­gen er­holt hat­te. Mit „Kuck mal, wer da spricht!“hat­te er 1989 wie­der klei­ne­re Er­fol­ge. Das gro­ße Come­back ge­lang ihm aber erst 1994 in Qu­en­tin Ta­ran­ti­nos (54) Kult­film „Pulp Fic­tion“.

„Ich bin das Steh­auf­männ­chen von Hol­ly­wood“, sagt der Schau­spie­ler des­halb stolz von sich selbst. Und er be­weist da­mit, dass es im Le­ben im­mer wei­ter­geht. „Auch wenn ich das auf har­te Wei­se er­fah­ren muss­te!“

Er sag­te et­liche Rol­len ab und ver­schwand in der Ver­sen­kung

In der US-Se­rie „Wel­co­me Back, Kot­ter“(1975–1979) hat­te er sei­nen Durch­bruch. Die Lo­cken­mäh­ne brach­te vie­le Mä­dels um den Ver­stand. Pa­pa Sal­va­to­re († 82) und Mut­ter He­len († 66) wa­ren so stolz auf ih­ren Sohn. Nach Ma­mas Tod 1978 fiel John in ein tie­fes Loch. Bei den Dreh­ar­bei­ten zu „The Boy in the Plas­tic Bub­b­le“ver­lieb­te er sich in Dia­na Hy­land. Ih­re Lie­be hielt nur ein Jahr – 1977 starb sie an Brust­krebs Erst ganz oben, dann am Bo­den. Es dau­er­te Jah­re, bis John Tra­vol­ta wie­der ein Su­per­star wur­de. Heu­te ver­dient er um die 20 Mil­lio­nen Dol­lar pro Film.

Der Tief­punkt Mit Syl­ves­ter Stal­lo­ne (70) ver­such­te er 1983 mit „Stay­ing Ali­ve“an frü­he­re Er­fol­ge an­zu­knüp­fen. Trotz har­tem Trai­nings flopp­te der Film.

Die neue Rol­le

Ge­ra­de stand er (M.) in New York als Ma­fio­so John Got­ti († 62) vor der Ka­me­ra. Der Film über das Le­ben und den Tod des USGangs­ters soll noch in die­sem Jahr in die Ki­nos kom­men.

Der Film, der ihn welt­be­rühmt mach­te: Als „To­ny Ma­ne­ro“in „Sa­tur­day Night Fe­ver“(1977).

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