Rei­se:

Am Lan­gen- und Lu­ga­ner See in der ita­lie­ni­schen Schweiz zeigt sich die Na­tur jetzt von ih­rer schöns­ten Sei­te

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Bun­ter Früh­ling im Tes­sin

Wer mit dem Au­to ins Tes­sin reist, lässt das Schmud­del­wet­ter vor dem Tun­nel zu­rück und wird an des­sen En­de von Son­nen­strah­len be­grüßt. Je wei­ter es Rich­tung Tal geht, des­to an­ge­neh­mer wer­den die Tem­pe­ra­tu­ren.

Vor al­lem rund um den Lu­ga­ner See und den La­go Mag­gio­re (dt.: Lan­gen­see), ent­fal­tet die Ve­ge­ta­ti­on ih­re Blü­ten­pracht: For­sy­thi­en und Mi­mo­sen sor­gen für bun­te Farb­tup­fer. An ei­ni­gen Ta­gen ist es in As­co­na am La­go Mag­gio­re schon jetzt bis zu 20 Grad warm. Ge­nau rich­tig für ei­nen Bum­mel über die Ha­fen­pro­me­na­de.

Zeit für herr­li­che Spa­zier­gän­ge

Im Verz­as­ca­tal ist es so früh im Jahr noch ru­hig. Da­bei ist der Früh­ling ide­al für Spa­zier­gän­ge auf den ins­ge­samt rund 200 Ki­lo­me­ter lan­gen Wan­der­we­gen. Aus­gangs­punkt vie­ler Rou­ten ist die Pon­te dei Sal­ti in La­ver­tez­zo. Die St­ein­brü­cke wird oft als Rö­mer­brü­cke be­zeich­net, wur­de je­doch erst im 17. Jahr­hun­dert er­baut. Un­ter ihr schim­mert der sma­ragd­grü­ne Fluss Verz­as­ca. Das Was­ser ist so klar, dass je­der Kie­sel­stein auf dem Grund zu er­ken­nen ist.

Ganz am En­de des Verz­as­ca­tals liegt So­no­gno. Man er­reicht das Dorf von La­ver­tez­zo aus nach ei­nem 13 Ki­lo­me­ter lan­gen Fuß­weg, der auch für un- ge­üb­te Wan­de­rer leicht zu be­wäl­ti­gen ist. Im Orts­kern steht das „Haus der Wol­le“der Ver­ei­ni­gung Pro Verz­as­ca. Dort gibt es viel zu tun – denn jetzt ist tra­di­tio­nell die Zeit des Fär­bens. Da­für wer­den nur na­tür­li­che Pro­duk­te ein­ge­setzt. Die Schafs­wol­le, aber auch fer­ti­ge Pull­over und Schals, kön­nen ge­kauft wer­den.

Re­gio­na­le Spe­zia­li­tä­ten nach al­ten Re­zep­ten

Wer eher ein ku­li­na­ri­sches Mit­bring­sel sucht, soll­te sams­tags nach Bel­lin­zo­na fah­ren. Denn dann fin­det in der Alt­stadt der Wo­chen­markt statt. An et­wa 60 Stän­den wird das Bes­te an­ge­bo­ten, was das Tes­sin zu bie­ten hat: Wurst­wa­ren, Kä­se, Markt­brot – al­les nach tra­di­tio­nel­len Re­zep­ten her­ge­stellt. Pas­send da­zu bie­ten vie­le Re­stau­rants je­den Sams­tag den „Markt­tel­ler“an: ei­ne bun­te Zu­sam­men­stel­lung frisch zu­be­rei­te­ter Tes­si­ner Spe­zia­li­tä­ten. Al­ter­na­tiv packt man sich ein­fach ein paar Le­cke­rei­en vom Markt ein, fährt noch ein­mal zum Lu­ga­ner See und macht dort ein ge­müt­li­ches Pick­nick. Ei­nen be­zau­bern­den Platz da­für gibt es zum Bei­spiel in Mor­cote: Der Scher­rerPark er­in­nert mit sei­ner sub­tro­pi­schen Ve­ge­ta­ti­on an exo­ti­sche Län­der (Ein­tritt et­wa 6,50 Eu­ro). Zwi­schen Pal­men, Eu­ka­lyp­tus, Zi­tro­nen und Ole­an­der lässt sich der jun­ge Früh­ling wun­der­bar ge­nie­ßen.

Am La­go Mag­gio­re blü­hen die Pflan­zen viel frü­her als bei uns.

Über dem Markt­platz sich von Bel­lin­zo­na er­hebt das Schloss Ca­s­tel­gran­de.

Von Lu­ga­no ha­ben die Be­su­cher ei­nen gu­ten Blick über den See und den Mon­te San Sal­va­to­re.

Frü­her ha­ben sich wohl­ha­ben­de Tes­si­ner rund um die Pfarr­kir­che San­ta Ma­ria del Sas­so in Mor­cote nie­der­ge­las­sen.

Der Scher­rerPark au­ßer­halb von Mor­cote ist für Be­su­cher ganz­jäh­rig ge­öff­net.

Die Brü­cke Pon­te dei Sal­ti bei La­ver­tez­zo ist ein be­lieb­tes Aus­flugs­ziel.

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