So er­ken­nen Sie ei­ne gu­te Apo­the­ke

Stim­men Ser­vice und Qua­li­tät? Wor­auf es hier­bei wirk­lich an­kommt

Das Neue - - MEDIZIN -

Der Grund­ge­dan­ke hin­ter ei­ner Apo­the­ke ist so sim­pel wie wich­tig: Sie soll si­cher­stel­len, dass Me­di­ka­men­te nur durch Fach­leu­te ab­ge­ge­ben wer­den, um Miss­brauch oder Wech­sel­wir­kun­gen zu ver­mei­den. Den­noch stuf­te „Stif­tung Wa­ren­test“die Be­ra­tung vie­ler Apo­the­ken als man­gel­haft bis nicht vor­han­den ein. das Neue er­klärt, wor­auf es beim Me­di­ka­men­tenKauf an­kommt.

Zeit für den Kun­den

Der wich­tigs­te Hin­weis auf Se­rio­si­tät ist ei­ne um­fas­sen­de Be­ra­tung. „Ein ver­trau­ens­wür­di­ger Apo­the­ker hin­ter­fragt je­den Kun­den­wunsch. Nur so kann er den wirk­li­chen Be­darf aus fach­li­cher Sicht fest­stel­len“, sagt Kai-Pe­ter Siem­sen, Prä­si­dent der Apo­the­ker­kam­mer Ham­burg. „Im Ein­zel­fall rät er auch mal vom Kauf ab, wenn ein ge­wünsch­tes Prä­pa­rat über­flüs­sig oder gar ge­fähr­lich ist.“Mit­ar­bei­ter soll­ten zu­dem stets An­wen­dung, Do­sie­rung und Ein­nah­me-Dau­er er­läu­tern.

Zu­sätz­li­che Leis­tun­gen

Beur­tei­len Sie die Qua­li­tät ei­ner Apo­the­ke nicht an­hand hüb­scher Ein­rich­tung oder der An­zahl vor­han­de­ner Schal­ter. Selbst das Tra­gen ei­nes wei­ßen Kit­tels ist nicht vor­ge­schrie­ben. Al­ler­dings soll­ten die Mit­ar­bei­ter Schil­der mit ih­rer Be­rufs­be­zeich­nung tra­gen. Ei­ne gu­te Apo­the­ke bie­tet zu­dem wei­te­re Ser­vice-Leis- tun­gen an. „Ein Bo­ten­dienst für geh­be­hin­der­te Pa­ti­en­ten ist zum Bei­spiel ein wich­ti­ges Zu­satz-An­ge­bot“, so Kai-Pe­ter Siem­sen.

Recht auf Dis­kre­ti­on

Ge­sund­heit­li­che Be­schwer­den sind oft ein in­ti­mes The­ma. Kai-Pe­ter Siem­sen: „Apo­the­ken sind ge­setz­lich so­gar ver­pflich­tet, Ver­trau­lich­keit bei der Be­ra­tung – bei­spiels­wei­se durch Dis­kre­ti­ons­zo­nen – zu ge­währ­leis­ten.“Ei­ni­ge stel­len auch ei­nen se­pa­ra­ten Ge­sprächs­raum zur Ver­fü­gung.

In­for­mie­ren Sie sich rich­tig: Ver­schie­de­ne Me­di­ka­men­te kön­nen zu ge­fähr­li­chen Wech­sel­wir­kun­gen un­ter­ein­an­der füh­ren.

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