Me­di­zin:

Es stol­pert, rast oder Sie ha­ben Schmer­zen in der Brust – so deu­ten Sie die­se Sym­pto­me rich­tig

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Alarm­si­gna­le­des­Her­zens

Un­ser Herz wiegt im Schnitt 300 Gramm – gera­de mal so viel wie drei Ta­feln Scho­ko­la­de. Da­bei voll­bringt der Mus­kel ei­ne un­vor­stell­ba­re Leis­tung. Er schlägt rund 70 Mal pro Mi­nu­te, 100 000 Mal am Tag. Das Herz be­för­dert fünf Li­ter Blut pro Mi­nu­te durch den Kör­per und ver­sorgt so die Or­ga­ne mit le­bens­wich­ti­gem Sau­er­stoff. Bei gro­ßer An­stren­gung kann es so­gar bis zu 25 Li­ter Blut in der Mi­nu­te trans­por­tie­ren. Im Lauf des Le­bens be­kommt fast je­der ein­mal Herz­stol­pern. Tü­ckisch ist, dass die Gren­ze zwi­schen harm­lo­sem Stol­pern und le­bens­be­droh­li­chen Herz-Rhyth­mus-Stö­run­gen flie­ßend ist. Wenn das Herz aus dem Takt ge­rät, kann dies dem ge­sam­ten Or­ga­nis­mus scha­den. Le­sen Sie, was be­stimm­te Sym­pto­me Ih­nen sa­gen wol­len und wie Sie am bes­ten mit den Bot­schaf­ten des Her­zens um­ge­hen soll­ten.

Schlaf­man­gel kann Herz­stol­pern aus­lö­sen

Wenn der Herz­schlag mal kurz aus­setzt, sind vor al­lem see­li­sche An­span­nung, Sor­gen oder Angst­ge­füh­le, aber auch Schlaf­man­gel der Grund für sol­che Ir­ri­ta­tio-

nen. Wenn Sie das Herz­stol­pern öf­ter be­mer­ken oder es über me­he­re Mi­nu­ten an­hält, ist wie­der­um ei­ne Un­ter­su­chung beim Arzt sinn­voll. Denn in sel­te­nen Fäl­len kann ein Herz-Kreis­laufLei­den der Grund für die Be­schwer­den sein.

Bei Stress be­ginnt das Herz zu ra­sen

Stres­si­ge Si­tua­tio­nen und Auf­re­gung kön­nen die Ur­sa­che für Herz­ra­sen sein. Tritt es häu­fi­ger auf, soll­ten Sie das von einem Arzt ab­klä­ren las­sen, denn das kann ein Hin­weis auf ei­nen nied­ri­gen Blut­zu­cker oder Ka­lium­man­gel sein. Mit die­sem Trick kön­nen Be­trof­fe­ne das Herz be­ru­hi­gen: Hal­ten Sie sich die Nase zu und pres­sen Sie bei ge­schlos­se­nem Mund Luft in die Nase. Hal­ten Sie den Druck ei­ni­ge Se­kun­den auf­recht. Auch leich­tes Auf­sto­ßen, et­wa nach einem Glas Mi­ne­ral­was­ser, kann helfen. In bei­den Fäl­len er­höht sich vor­über­ge­hend der Druck im Brust­be­reich und be­en­det so das Herz­ra­sen. Das ist wich­tig, da­mit das Or­gan aus­rei­chend Blut durch den Kör­per pumpt.

Sti­che in der Brust sind meist harmlos

Wenn es im Brust­be­reich sticht, den­ken vie­le so­fort an ei­nen Herz­in­farkt. Doch hin­ter leich­ten Be­schwer­den ste­cken meist Mus­kel­ver­span­nun­gen. Su­chen Sie trotz­dem ei­nen Arzt auf.

Kurz­at­mig­keit und Schmer­zen be­ob­ach­ten

Ha­ben Sie häu­fig bei kör­per­li­cher oder see­li­scher Be­las- tung Schmer­zen oder ein En­ge­ge­fühl in der Brust und sind da­zu kurz­at­mig, kann das auf ei­ne Ve­ren­gung der Herz­kranz­ge­fä­ße hin­wei­sen. Kom­men Schmer­zen im Kie­fer oder in den Ar­men, Sod­bren­nen, Übel­keit, Er­bre­chen und hef­ti­ges Schwit­zen da­zu, soll­ten Sie rasch ei­nen Arzt auf­su­chen. Denn un­be­han­delt kann die Ve­ren­gung zum Herz­in­farkt füh­ren. Tre­ten schwe­re, län­ger als fünf Mi­nu­ten an­hal­ten­de Schmer­zen im Brust­korb auf, die in den lin­ken Arm, die Schul­ter, aber auch bis in Hals oder Kie­fer so­wie den Ober­bauch aus­strah­len, kann das ein Herz­in­farkt sein! Ach­tung: Manch­mal äu­ßert sich bei Frauen der In­farkt auch nur über Sym­pto­me des Ma­gens – wie et­wa Übel­keit oder Er­bre­chen so­wie Atem­not – und ganz oh­ne den bei Män­nern ty­pi­schen Schmerz. Ver­lie­ren Sie dann kei­ne Zeit und ru­fen Sie den Not­arzt.

Durch Ab­hö­ren des Her­zens kön­nen ers­te Hin­wei­se auf ei­ne Er­kran­kung fest­ge­stellt wer­den.

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