– Ist mein Le­ber­fleck noch harm­los?

Mit der ABCDE-Re­gel las­sen sich die Sym­pto­me für Haut­krebs früh er­ken­nen – und ei­ne Er­kran­kung recht­zei­tig be­han­deln

Das Neue - - DIESE WOCHE IN NEUE -

Wer spürt nicht gern die ers­ten Son­nen­strah­len auf sei­ner Haut? Doch Vor­sicht! Wer sich oh­ne Schutz sonnt, geht ein Ri­si­ko ein. Denn: Auch wenn Haut­ve­rän- de­run­gen prin­zi­pi­ell nicht be­sorg­nis­er­re­gend sind, kön­nen sie ei­ne Vor­stu­fe zu Haut­krebs sein. Um so wich­ti­ger ist es al­so, ge­nau hin­zu­schau­en – selbst bei klei­nen Pig­ment­fle­cken.

Pig­ment­fle­cken wer­den durch Son­ne ge­för­dert

Ver­ant­wort­lich für ih­re Ent­ste­hung ist der Farb­stoff Me­la­nin. Er be­stimmt auch un­se­re Haut­far­be. Je hel­ler der Haut­typ ist, um­so ge­rin­ger ist auch der kör­per­ei­ge­ne Son­nen­schutz – und um­so schnel­ler kommt es zu ei­nem Son­nen­brand. Die Far­be, Grö­ße und An­zahl der Ma­le wer­den al­ler­dings ver­erbt. Das UVLicht ist aber maß­geb­lich an de­ren Ve­rän­de­rung be­tei­ligt. Denn es regt die Pro­duk­ti­on des Farb­stof­fes an. In der Fol­ge ver­än­dern sich auch Pig­ment­fle­cken.

Schä­den füh­ren zu Krebs

Oh­ne aus­rei­chen­den Schutz schä­di­gen UV-Strah­len die Haut­zel­len – das macht sich dann als Son­nen­brand be­merk­bar. Bei der Re­pa­ra­tur der Zel­len kann es dann zu Feh­lern kom­men, die als Le­ber­fle­cken sicht­bar wer­den. Häu­fen sich die Zell­schä­den, ent­steht ein so­ge­nann­tes Me­la­nom – schwar­zer Haut­krebs. Wei­ßer Haut­krebs hin­ge­gen zeigt sich an­ders. Er ver­ur­sacht vor al­lem Sym­pto­me wie et­wa Rö­tun­gen oder Schup­pun­gen der Haut.

Sym­pto­me er­ken­nen

Wer vie­le, al­so mehr als 40 Mut­ter­ma­le hat, soll­te sei­ne Haut mo­nat­lich nach der ABCDE-Re­gel kon­trol­lie­ren. A steht für Asym­me­trie: Ist die Form ei­nes neu­en dunk­len Flecks un­gleich­mä­ßig – al­so nicht rund oder oval? B be­deu­tet Be­gren­zung: Sind die Rän­der des Flecks un­scharf, rau, ge­zackt oder wächst er aus­ge­franst? C steht für Co­lour (Far­be): Weist ein Fleck ver­schie­de­ne Far­ben wie Grau oder Ro­sa auf? D be­deu­tet Durch­mes­ser: Ist ein Fleck grö­ßer als fünf Mil­li­me­ter? E steht für Er­ha­ben­heit: Ist der Fleck ge­wölbt oder hat ei­ne krus­ti­ge Auf­la­ge? Stel­len Sie ei­nes der Merk­ma­le fest, las­sen Sie sich un­ter­su­chen. Denn um schwar­zen Haut­krebs zu hei­len, soll­te der Tu­mor ent­fernt wer­den, so­lan­ge er un­ter 2 mm dick ist. Ab 35 Jah­ren soll­ten Sie vor­beu­gend al­le zwei Jah­re ein Haut­krebs-Scree­ning durch­füh­ren las­sen (Kas­sen­leis­tung). Da­bei un­ter­sucht der Haut­arzt auf­fäl­li­ge Mut­ter­ma­le mit ei­ner be­leuch­te­ten Lu­pe.

Mit Er­näh­rung vor­beu­gen

Stu­di­en zei­gen, dass die Krebs­form in me­di­ter­ra­nen Län­dern sel­te­ner auf­tritt. Grund: die Er­näh­rung. In süd­li­chen Län­dern wird viel Obst und Ge­mü­se ge­ges­sen. Auch Fisch (Ome­ga3-Fett­säu­ren) und fri­sche Kräu­ter kom­men oft auf den Tisch – al­les Le­bens­mit­tel mit zell­schüt­zen­den Ei­gen­schaf­ten.

Mit ei­ner Spe­zi­alLu­pe kann ein Haut­arzt auf­fäl­li­ge Mut­ter­ma­le auf Ve­rän­de­run­gen un­ter­su­chen.

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