Zwi­schen zwei Os­cars mach­te er ei­ne Schus­ter-Leh­re

Der Hol­ly­wood-Star wird am 29. April 60. Von Ruhm hält er nicht viel

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Es ist be­ein­dru­ckend ge­nug, dass es ihm als ers­ter männ­li­cher Schau­spie­ler ge­lang, gleich drei­mal (!) ei­nen Os­car zu ge­win­nen. Noch be­ein­dru­cken­der ist aber die­se Be­schei­den­heit, mit der Da­ni­el Day-Le­wis da­mit um­geht. Kei­ne Al­lü­ren, null Ar­ro­ganz. Von Ruhm hält er nicht viel. Ein Grund mehr, die­sem lei­sen Su­per­star zu sei­nem 60. Ge­burts­tag zu gra­tu­lie­ren.

Da­ni­el Day-Le­wis ent­stammt ei­ner ech­ten Künst­ler­fa­mi­lie. Mut­ter Jill Bal­con († 84) war ei­ne ge­fei­er­te Schau­spie­le­rin, Va­ter Ce­cil († 68) wur­de von Queen Eliz­a­beth II. (91) zum Hof­dich­ter er­nannt. Klar, dass es ihn be­reits mit 12 Jah­ren auf die Büh­ne zog. Mit 32 ge­wann der Bri­te für das Dra­ma „Mein lin­ker Fuß“sei­nen ers­ten Os­car. Für die Rol- le des ver­krüp­pel­ten Schrift­stel­lers Chris­ty Brown hat Da­ni­el Day-Le­wis selbst mo­na­te­lang nur mit ei­nem Fuß ge­schrie­ben und ge­tippt. Kein an­de­rer Darstel­ler ver­schmilzt so sehr mit sei­nen Film­fi­gu­ren wie er.

Doch statt nach die­sem Er­folg ab­zu­he­ben, zog sich Da­ni­el Day-Le­wis zu­rück, mach­te in Flo­renz ei­ne Schus­ter-Leh­re bei De­si­gner Ste­fa­no Be­mer (53) – „weil ich et­was mit mei­nen Hän­den er­schaf­fen woll­te“.

Nach Hol­ly­wood kehr­te er nur zu­rück, um sich da­nach zwei wei­te­re Gold­jun­gen ab­zu­ho­len. Viel lie­ber ist er mit Fa­mi­lie auf sei­nem Hof in Ir­land. Dort lebt er lei­se und be­schei­den. Be­ein­dru­ckend.

o Links: mit sei­nen El­tern. Un­ten: Mit Isa­bel­le Ad­ja­ni (61) hat er ei­nen Sohn. o Gro­ße Lie­be! Seit 20 Jah­ren sind er und sei­ne Re­bec­ca (54) ver­hei­ra­tet, sie ha­ben zwei Söh­ne. Stolz wie Os­car! Der Bri­te gilt als größ­ter Cha­rak­ter­dar­stel­ler Hol­ly­woods.

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