Me­di­zin: Schlecht se­hen bei Dun­kel­heit: Was

Nacht­seh­schwä­che ist nicht nur läs­tig, son­dern kann auch ge­fähr­lich wer­den! Al­les über Vor­sor­ge, Dia­gno­se, The­ra­pie

Das Neue - - DISE WOCHE IN -

Die we­nigs­ten fah­ren gern, re Netz­haut op­ti­mal auf wenn es dun­kel ist, der Dun­kel­heit ein­ge­stellt hat. Mit Dr. Will­mar Schwa­be Cratae­gutt End­ver­brau­cher, C/01/03/17/05 Mensch ist nun mal ein zu­neh­men­dem Al­ter wird die­se For­mat: 1/2 Seite, 210x139 mm Das Neue plus oben+un­ten 4mm, rechts+links 5mm Aus­ga­be/ET: 16/15.04.2017 Tag­we­sen. Das zeigt sich deu­tZeit­span­ne län­ger und die An­lich an un­se­ren Au­gen: 30 Min­u­pas­sungs­fä­hig­keit ge­rin­ger. Das ten et­wa dau­ert es, bis sich un­se- mer­ken die meis­ten beim Au­to- fah­ren im Dun­keln oder bei Däm­me­rung: Kon­tu­ren und Schat­ten ver­schwin­den, Schein­wer­fer an­de­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer blen­den bis zur se­kun­den­lan­gen Null­sicht.

Un­ter „Nacht­seh­schwä­che“, oft be­ginnt sie schon ab 40, lei­den Mil­lio­nen. Und rich­ten da­mit un­ter Um­stän­den gro­ßen Scha­den an: Laut Be­rufs­ver­band der Au­gen­ärz­te ver­ur­sacht so ei­ne Seh­schwä­che jähr­lich 300 000 Ver­kehrs­un­fäl­le.

Nacht­seh­schwä­che oder so­gar Nacht­blind­heit?

Oft wird Nacht­seh­schwä­che mit Nacht­blind­heit gleich­ge­setzt. Zu Un­recht. Denn Letz­te­re ist das Sym­ptom ei­ner an­ge­bo­re­nen Netz­hauter­kran­kung. „Da­bei

ster­ben nach und nach Sin­nes­zel­len – die Stäb­chen – in der Netz­haut ab“, er­klärt Dr. Erik Wöl­fel, Fach­arzt für Au­gen­heil­kun­de bei „Ca­re Vi­si­on“. Die­se Stäb­chen er­mög­li­chen uns das Se­hen im Däm­mer­licht oder Dun­keln. Ei­ne an­ge­bo­re­ne Nacht­blind­heit ist erb­lich und nicht heil­bar.

Wich­tig: Re­gel­mä­ßig zum „ Seh-TÜV“ge­hen

Schlech­tes Se­hen, be­son­ders in der Nacht, be­glei­tet oft üb­ri­gens auch Krank­hei­ten wie Dia­be­tes oder grau­er Star. Dies kann der Au­gen­arzt mit­hil­fe ei­nes Lich­tRe­ak­ti­ons­tests klä­ren. Beim grau­en Star kann dann der Ein­satz ­ei­ner Kunst­lin­se hel­fen. Die Rou­ti­ne-OP (Kas­sen­leis­tung) dau­ert 20 Mi­nu­ten.

Die meis­ten, die sich nachts blind wie ein Maul­wurf füh­len, lei­den al­ler­dings tätsäch­lich un­ter der „Nacht­seh­schwä­che“. Und die ge­hört zum Al­te­rungs­pro­zess. „Die Lin­se wird trü­ber, die Horn­haut un­re­gel­mä­ßi­ger, die Sin­nes­zel­len der Au­gen ver­lie­ren an Leis­tung,“sagt Dr. Wöl­fel. Ab dem 40. Le­bens­jahr un­be­dingt die Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen beim Au­gen­arzt wahr­neh­men, qua­si ein „TÜV“für un­se­re Seh­leis­tung. Spe­zi­ell be­schich­te­te Bril­len­glä­ser (sie­he Kas­ten un­ten) hel­fen dann, et­wa beim Au­to­fah­ren.

Zu­sätz­lich kön­nen wir selbst viel tun, vor al­lem durch Er­näh­rung und Le­bens­stil. Ech­te Au­gen-Fit­ma­cher sind Ant­ho­cya­ne – blaue Pflan­zen­farb­stof­fe, die die fei­nen Blut­ge­fä­ße im Au­ge stär­ken und die Hell-Dun­kelAn­pas­sung ver­bes­sern. In ho­her Kon­zen­tra­ti­on fin­den sie sich et­wa in Hei­del­bee­ren, ro­ten Trau­ben und Rot­kohl.

Ein ge­sun­der Le­bens­stil stärkt auch die Au­gen

Für ei­ne ge­sun­de Netz­haut soll­te ge­ne­rell viel Obst und Ge­mü­se auf dem Spei­se­plan ste­hen – und Rau­chen ta­bu sein! Die Schad­stof­fe im Rauch schä­di­gen di­rekt die sen­si­blen Ner­ven­zel­len der Netz­haut. Al­len Au­to­fah­rern rät Au­gen­arzt Dr. Wöl­fel zu­dem ganz prag­ma­tisch: „Die Wind­schutz­schei­be sau­ber hal­ten und Schein­wer­fer rich­tig ein­stel­len.“

Die Schein­wer­fer ­blen­den stär­ker als ­frü­her? Zeit für den „Seh-TÜV“beim Au­gen­arzt.

P Au­to­fah­rern hel­fen Glä­ser mit spe­zi­el­ler Be­schich­tung.

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