Hannes Ja­e­ni­cke (F.):

„Mei­ne Traum­frau? Ein Hip­pie mit Hu­mor!“

Das Neue - - GEFÜHLE - K. M.

Mo­del und Sports­ka­no­ne. So stel­len sich die meis­ten Män­ner ih­re Traum­frau vor. Nicht so Hannes Ja­e­ni­cke (57)! Im Ge­spräch mit „das neue“ver­rät der Schau­spie­ler ein eher un­ge­wöhn­li­ches Bild von sei­ner An­ge­be­te­ten. Er wünscht sich ei­nen Hip­pie mit Hu­mor!

Wie muss ei­ne Frau sein, um bei Ih­nen lan­den zu kön­nen?

Sie soll­te aben­teu­er- und rei­se­lus­tig sein. Mit Schi­cki­mi­ckiPüpp­chen, die Pelz tra­gen oder Shop­ping als Hob­by ha­ben und Ca­brio fah­ren, kann ich ein­fach nichts an­fan­gen.

Wür­den Sie sich auch auf ei­ne ver­hei­ra­te­te Da­me ein­las­sen?

Es ist si­cher nicht mei­ne Ide­al­vor­stel­lung ei­ner Be­zie­hung, aber so­fern es im ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men pas­siert, ist es kein Ka­pi­tal­ver­bre­chen (lacht).

Was ist für Sie in ei­ner Be­zie­hung be­son­ders wich­tig?

Ich ver­tre­te das alt­mo­di­sche Be­zie­hungs­mo­dell, wo­nach man sich ge­gen­sei­tig mög­lichst nicht be­trü­gen soll­te. Wenn trotz­dem mal ein Fehl­tritt pas­siert, muss es aber ja nicht au­to­ma­tisch der Welt­un­ter­gang oder das En­de der Be­zie­hung sein.

Sie ha­ben ge­sagt, dass sich für Sie die Fra­ge nach Nach­wuchs nie ge­stellt hat. Könn­te sich dar­an noch et­was än­dern?

Mein bis­he­ri­ger Le­bens- und Rei­se­stil lässt sich mit ei­ner Fa­mi­lie nicht ver­ei­nen. Es wä­re ver­ant­wor­tungs­los. Ich muss kei­ne Kin­der ha­ben, um ein zu­frie­de­ner Mensch zu sein.

Gibt es trotz­dem ir­gend­was, das Sie im Le­ben be­reu­en?

Viel so­gar. Ich hät­te mehr Fremd­spra­chen und Mu­sik­in­stru­men­te ler­nen sol­len. Auch man­che Jobs hät­te ich ab­sa­gen sol­len, weil im Vor­feld klar war, dass kein gu­ter Film da­bei her­aus­kom­men wird. Ich ha­be es trotz­dem ge­macht, ent­we­der we­gen des Gel­des oder weil der Dreh­ort at­trak­tiv war.

Wür­den Sie sich als ver­nünf­ti­gen Men­schen be­zeich­nen?

Ich glau­be, ver­nünf­ti­ge Men­schen fah­ren we­der Mo­tor­rad noch be­trei­ben sie Ex­trem­sport­ar­ten oder ma­chen Aben­teu­er­rei­sen, in­dem sie mit ei­ner Do­kuC­r­ew durch Mala­ria-Dschun­gel oder durch Kriegs­ge­bie­te im Kon­go tin­geln.

Stei­gen Sie abends im­mer zu­frie­den und glück­lich ins Bett?

Nein, nur sel­ten. Das liegt aber dar­an, dass ich nicht abends, son­dern meist erst mor­gens ins Bett ge­he – dann aber tat­säch­lich zu­frie­den (lacht).

„Lan­ge­wei­le ist ein Fremd­wort für mich. Und be­vor ich fau­len­ze, ge­he ich lie­ber sur­fen oder se­geln“, sagt Hannes Ja­e­ni­cke. Ein Tag mit 24 St­un­den ist dem Schau­spie­ler zu kurz: „Ich bin ein Meis­ter des Mi­nu­ten­schlafs.“

Am 18. Mai zeigt das ZDF den Schau­spie­ler um 20.15 Uhr in dem Fa­mi­li­en­film „Ein Dorf rockt ab“.

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