Sei­ne Söh­ne konn­ten ihm nie ver­ge­ben

Das Neue - - TRAGISCH -

Er wur­de vom Volks­hel­den zum Tot­schlä­ger: Gun­nar Möl­ler, der Star aus dem Kult-Film „Ich den­ke oft an Pi­rosch­ka“, tö­te­te sei­ne Frau Bri­git­te († 45). Da­für wan­der­te er in den Knast, wur­de ein ge­läu­ter­ter Mensch. Aber die ei­gent­li­che Stra­fe kam da­nach: Sei­ne Söh­ne konn­ten ihm nie ver­ge­ben! Jetzt ist er im Al­ter von 88 Jah­ren ver­stor­ben.

Es war 1955, als Gun­nar Möl­ler an der Sei­te von Li­se­lot­te Pul­ver (87) Film-Ge­schich­te schrieb. Die Lie­bes-Ge­schich­te um ei­nen deut­schen Stu­den­ten und ein un­ga­ri­sches Pro­vinz-Mä­del be­rühr­te die Her­zen der Zu­schau­er und wur­de zum Kas­sen­schla­ger. Noch heu­te läuft der Strei­fen oft im TV.

We­ni­ger ro­man­tisch ging es im Pri­vat­le­ben zu. Sei­ne Kol­le­gin Bri­git­te Rau hei­ra­te­te er 1954. Das Paar be­kam drei Kin­der und leb­te in sei­ner Wahl­hei­mat Lon­don. Am 24. Sep­tem­ber 1979 kam es zum Streit. Der Schau­spie­ler war an­ge­trun­ken, mit ei­nem Sau­na-Sche­mel er­schlug er Bri­git­te. Ur­teil: fünf Jah­re Ge­fäng­nis, nach gut zwei Jah­ren kam er we­gen gu­ter Füh­rung frei. Toch­ter Hil­le­vi (52) ver­zieh ihm, die Söh­ne Micha­el (60) und Flo­ri­an (54) nicht. Möl­ler vor ei­nem Jahr ver­bit­tert: „Sie wol­len von mir nichts mehr wis­sen. Das tut weh!“

Gun­nar Möl­ler starb be­reits am 16. Mai in sei­ner Ge­burts­stadt Ber­lin.

Der Schau­spie­ler und sei­ne Frau Bri­git­te 1977. Zwei Jah­re spä­ter brach­te er sie um und kam ins Ge­fäng­nis.

Mit Li­se­lot­te Pul­ver im Film-Klas­si­ker „Ich den­ke oft an Pi­rosch­ka“.

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