Sie­men Rü­haak: Sohn Gi­a­co­mo ist sein größ­ter Son­nen­schein

Der Schau­spie­ler hat ein en Sohn mit Down­syn­drom

Das Neue - - OPA-GLÜCK -

Ent­spannt – mit ei­nem Glas Rot­wein in der Hand sit­zen Sie­men Rü­haak (67) und Ehe­frau Mar­grit Sar­t­ori­us (42) vor ih­rem al­ten St­ein­haus in der Tos­ka­na. Im­mer mit da­bei: Gi­a­co­mo, ihr fünf­jäh­ri­ger Sohn. Trau­rig: Er lei­det an Tri­so­mie 21. Und trotz­dem sagt der Schau­spie­ler: „Gi­a­co­mo ist un­ser größ­ter Son­nen­schein. Mit ihm ver­geht kein Tag oh­ne La­chen.“Da­von hat sich „das neue“über­zeugt, als wir die klei­ne Fa­mi­lie auf ih­rem An­we­sen in Ita­li­en be­such­ten.

Die Dia­gno­se Down­syn­drom haut vie­le El­tern um. „Ich spür­te ei­nen Schock. Tau­send ge­sell­schaft­li­che Vor­ur­tei­le gin­gen mir durch den Kopf“, er­in­nert sich Sie­men Rü­haak. Nach ei­ner Wo­che fühl­te er nur noch Freu­de: „Gi­a­co­mo ist ein tol­ler Jun­ge mit viel Humor.“

Le­sen Sie wei­ter auf S. 22/23

Fort­set­zung von Sei­te 20/21

Ih­ren fes­ten Wohn­sitz hat die klei­ne Fa­mi­lie in Bay­ern, wo Gi­a­co­mo ei­nen Montes­so­ri-Kin­der­gar­ten be­sucht. Den El­tern ist es wich­tig, dass ihr Sohn ein Le­ben führt wie al­le an­de­ren Kin­der auch und dass er Freun­de hat: „Gi­a­co­mo hat ab­so­lu­te Prio­ri­tät“, sagt Sie­men. „Wo im­mer uns das Le­ben mit ihm hin­führt – das Jetzt ist ent­schei­dend. Und das ver­su­chen wir, so gut wie mög­lich zu nut­zen.“Der Schau­spie­ler und sei­ne Ehe­frau über­le­gen so­gar, noch ein Kind mit Tri­so­mie 21 zu ad­op­tie­ren: „Vie­le Men­schen wol­len sich auf das An­ders­sein nicht ein­las­sen. Aber ge­nau das macht uns viel rei­cher.“

Das Künst­ler-Ehe­paar wan­dert ger­ne durch die me­di­ter­ra­ne Na­tur in der Um­ge­bung und sam­melt Pflan­zen und Kräu­ter.

Gi­a­co­mo hat kei­ne Angst vor den Zie­gen des Nach­barn. Im Ge­gen­teil: Er liebt sie heiß und in­nig und hilft auch ger­ne beim Hü­ten der Tie­re.

Sie ha­ben im­mer viel Spaß mit­ein­an­der: Sie­men Rü­haak, Ehe­frau Mar­grit Sar­t­ori­us und Soh­ne­mann auf der Veran­da ih­res Hau­ses.

Im­mer gut drauf: Gi­a­co­mo lässt sich den Ku­chen schme­cken. Sie­men: „Mit sei­ner gu­ten Lau­ne steckt er im­mer al­le an.“

Die Ein­gangs­tür aus Glas und Me­tall: Für den Schau­spie­ler ist die Son­ne das Sym­bol für Licht, Wär­me und Krea­ti­vi­tät.

Der SchauSelbst ist der Mann: Holz mit der spie­ler spal­tet das per­sön­li­ches Axt. „Das ist mein .“Fit­ness­pro­gramm klei­nes

Kunst spielt ei­ne gro­ße Rol­le im Le­ben des Ehe­paars: Die­se ent­blöß­te Fi­gur hat es ih­nen be­son­ders an­ge­tan, steht auf ei­nem Bei­stell­tisch.

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