Su­san Hay­ward (†):

Von der Kli­nik auf die Ki­no-Lein­wand

Das Neue - - DIESE WOCHE IN DAS NEUE -

Mit ih­ren ro­ten Haa­ren, der Stups­na­se und dem feu­ri­gen Tem­pe­ra­ment do­mi­nier­te sie Hol­ly­wood in den 50ern. Ins­ge­samt fünf­mal wur­de Su­san Hay­ward († 57) für den be­gehr­ten Os­car no­mi­niert. Dass sie es über­haupt auf die Büh­ne zog, hat­te mit ei­nem tra­gi­schen Un­fall zu tun.

Die klei­ne Edy­the Mar­ren­ner, wie Su­san bür­ger­lich hieß, war sie­ben Jah­re alt, als sie bei ei­nem Ver­kehrs­un­fall schwer ver­letzt wur­de und mo­na­te­lang ans Gips­bett ge­fes­selt war. Das Ge­hen muss­te sie auf Krü­cken neu ler­nen. Trost fand sie da­mals im Ki­no. Je­de Nacht träum­te die New Yor­ke­rin von ei­ner Film­kar­rie­re. Bis sie Jah­re spä­ter tat­säch­lich bei ei­ner Hut­mo­den­schau ent­deckt und zum Cas- ting für „Vom Win­de ver­weht“ein­ge­la­den wur­de. Auch wenn letzt­end­lich Vi­vi­en Leigh († 53) die­se Rol­le be­kam, so war es für Edy­the das Ti­cket nach Hol­ly­wood. In An­leh­nung an Le­land Hay­ward († 68) nann­te sie sich fort­an Su­san Hay­ward. Der Rest ist Film-Ge­schich­te.

Das Ki­no brach­te ihr Glück und Pech zu­gleich. Am 14. März 1975 starb Su­san mit nur 57 Jah­ren an ei­nem Hirn­tu­mor. Wie es heißt, wa­ren es Spät­fol­gen der vie­len Dreh­ar­bei­ten im ra­dio­ak­tiv ver­seuch­ten Snow Can­yon von Utah. Auch an­de­re Darstel­ler er­la­gen spä­ter dem Krebs. Wie et­wa John Way­ne († 72).

Su­san Hay­ward starb den­noch mit ei­nem Lä­cheln. „Denn“, so sag­te die Di­va am To­ten­bett, „ich ha­be mei­nen Traum ge­lebt.“

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