Büh­ne auf Re­zept

Ge­gen die schlim­men De­pres­sio­nen hat­te sein Arzt ein un­ge­wöhn­li­ches Heil­mit­tel

Das Neue - - THERAPIE -

Manch ei­ner fährt auf An­ra­ten sei­nes Arz­tes für ei­ni­ge Wo­chen zur Kur, an­de­re wie­der­um ma­chen ei­ne The­ra­pie. Ho­ward Car­pen­da­le (71) be­kam von sei­nem Dok­tor aber ein ganz an­de­res Heil­mit­tel ge­gen die De­pres­sio­nen ver­schrie­ben. „Du musst wie­der auf­tre­ten“, riet ihm der Me­di­zi­ner vor über zehn Jah­ren. Büh­ne auf Re­zept – bei Ho­wie hat’s ge­hol­fen!

2006, fast drei Jah­re nach sei­nem Rück­tritt, war der Sän­ger am see­li­schen Tief­punkt an­ge­kom­men. Ren­te und kei­ne ech­te Auf­ga­be: „Es war ja ein völ­lig neu­es Le­ben für mich. Ich leb­te in ei­ner herr­li­chen Ge­gend in Ame­ri­ka, traf mei­ne Freun­de zum Golf­spie­len. Aber ich merk­te im­mer wie­der, dass mir die Büh­ne sehr ge­fehlt hat. Ich ha­be mich da­bei er­wischt, wie ich mir auch sehr oft mein Vi­deo vom letz­ten Kon­zert in Köln an­ge­schaut ha­be.“

Erst als ihn Sohn Way­ne (40) mit nach Deutsch­land nahm und in ei­ne Kli­nik schick­te, wur­de es bes­ser. „Dort ha­be ich drei­mal die Wo­che mit ei­nem Arzt aus Mün­chen ge­re­det. Und er war der Ers­te, der sag­te: ‚Du musst wie­der auf die Büh­ne ge­hen. Das ist, was dein Le­ben ist!‘“

In­zwi­schen ist Ho­ward Car­pen­da­le wie­der völ­lig ge­heilt. „Ich weiß nicht, ich füh­le mich frei­er denn je in mei­nem Be­ruf im Mo­ment. Es gibt Leu­te, die sa­gen: ‚Ich war noch nie so fit!‘ – das stimmt nicht, ich war fit­ter. ‚Ich war noch nie so er­folg­reich!‘ – stimmt auch nicht. Aber ich war noch nie so glück­lich.“

P „Er hat mir da­mals das Le­ben ge­ret­tet“, sagt der Sän­ger über Sohn Way­ne (r.), der ihn zur The­ra­pie über­re­de­te. Ho­ward Car­pen­da­le, c/o EMI Mu­sic, Im Me­di­aPark 8a, 50670 Köln Die Fans sind sein Le­bens­eli­xier. Ho­ward Car­pen­dal blüht auf der Büh­ne auf. Au­to­gramm-Adres­se

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